ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2003Trinkwasser: Qualität sichern

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Trinkwasser: Qualität sichern

Dtsch Arztebl 2003; 100(20): A-1314

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Nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation haben 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Foto: dpa
Nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation haben 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Foto: dpa
Internationale Konferenz tagte in Berlin.
Ein hohes Niveau bescheinigt das Umweltbundesamt der Wasserversorgung in Deutschland. „Etwa 70 Prozent des Bedarfs werden aus gut geschützten Grundwasserleitern oder Uferfiltrat gedeckt, und es steht genügend Wasser zu Verfügung“, berichtete dessen Vizepräsident Dr. Thomas Holzmann. Weltweit allerdings, so schätzen die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) und UNICEF, haben etwa 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser.
Zum Thema „Sicheres Trinkwasser“ veranstaltete das Umweltbundesamt Ende April in Berlin gemeinsam mit der WHO, dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, UNICEF und Organisationen der Wasserversorgung eine internationale Konferenz. Anlass war die Revision der Trinkwasserleitlinien der WHO. Diese werden, so Holzmann, in den EU-Staaten und anderen Ländern als Grundlage für die nationale Gesetzgebung verwendet.
„Am wichtigsten ist die Einführung des Water-SafetyPlans“, betonte Holzmann. Danach soll jedes Versorgungssystem vom Einzugsgebiet bis zum Verbraucher die Gefährdungen der Wasserqualität analysieren. Außerdem sollen die Kontrollmaßnahmen daraufhin geprüft werden, ob sie funktionieren. Beispiele für Kontrollmaßnahmen sind die Begrenzung der Düngemittelausbringung im Einzugsgebiet, die Gewährleistung einer Mindestaufenthaltszeit des Wassers in Talsperren sowie die Filtration im Wasserwerk. Ob auch Deutschland die WHO-Leitlinie umsetzen wird, ist nach Aussage von Birgit Mendel vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium noch offen.
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