ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2003Notfallmedizin: Lerninhalte anpassen
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LNSLNS Der Inhalt der 80-stündigen Weiterbildung zur Erlangung des Fachkundenachweises Rettungsdienst wird von der zuständigen Ärztekammer nach den Empfehlungen der Bundes­ärzte­kammer festgelegt. Neben den Grundlagen und der Basistherapie umfasst er internistische, traumatologische und spezielle Notfälle sowie Einsatztaktiken. Die traumatologischen Notfälle machen in mehreren Untersuchungen ca. 10 % der Einsätze aus und nehmen mit 20 Weiterbildungsstunden einen überproportionalen Anteil ein. Geriatrische Fragestellungen sind häufig gar nicht vorgesehen. Die neurologischen Notfälle Schlaganfall, epileptische Anfälle und Bewusstseinsstörungen kommen nach den internistischen Notfällen am zweithäufigsten vor, sind aber in den Weiterbildungscurricula meist mit lediglich einer Stunde weit unterrepräsentiert. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung lässt nicht nur eine Zunahme der Multimorbidität, sondern auch eine weitere Zunahme der neurologischen Notfälle erwarten. Angesichts der verbesserten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten sollten zur Verminderung von Behinderungen die Lerninhalte der „Notarztausbildung“ den aktuellen Bedürfnissen der Patienten angepasst werden.
Dr. med. P. Lüdemann, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Münster, Albert-Schweitzer-Straße 33,
48149 Münster
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