ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2003Privatrechnung: Nagelprobe ärztlicher Glaubwürdigkeit

BRIEFE

Privatrechnung: Nagelprobe ärztlicher Glaubwürdigkeit

Dtsch Arztebl 2003; 100(20): A-1347 / B-1128 / C-1056

Lohmann, Daniel

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Leider ist der als Glosse firmierende Artikel des Kollegen Böhmeke nahe an der täglichen Realität unserer privatversicherten Patienten. Viele Rechnungen sind inhaltlich nicht nachvollziehbar und nachgerade chronisch über den Schwellensatz gesteigert. Zwar ist dies menschlich verständlich und – gerade im Niedergelassenenbereich – als Kompensationsmechanismus für wegbrechende GKV-Einnahmen nachvollziehbar, schadet jedoch dem Ruf und der Glaubwürdigkeit unseres gesamten Berufsstandes. Man vergesse nicht, dass auch und gerade die Meinungsbildner und die politische Kaste unserer Republik Privatversicherte und damit Empfänger solcher Rechnungen sind. Da liegt es für diesen Personenkreis nahe, ärztlichen Einsatz für ein besseres Gesundheitswesen mit dem Streiten um bessere Einkommen für Ärztinnen und Ärzte gleichzusetzen.
Trotz aller Mängel und fehlender Aktualität der gültigen GOÄ: Wer in der Privatliqudation und in der Behandlung von Privatversicherten stets aus dem Vollen schöpft, schadet der Glaubwürdigkeit der Ärzteschaft und behindert die Bemühungen, ärztlichem Sachverstand bei der Lösung der Probleme des Gesundheitssystems Gehör zu verschaffen.
Dr. med. Daniel Lohmann,
Markt 4, 24211 Preetz
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema