ArchivDeutsches Ärzteblatt44/1996Risiko von Virusinfektionen nach Transfusion

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Risiko von Virusinfektionen nach Transfusion

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LNSLNS In einer großen amerikanischen Studie wurden von 1991 bis 1993 Daten von 586 507 Blutspendern von fünf Blutbanken bezüglich der Infektiosität mit dem humanen Immundefizienz-Virus (HIV), dem humanen T-Zell-lymphotrophen-Virus (HTLV), dem Hepatitis-C-Virus (HCV) und dem Hepatitis-B-Virus (HBV) untersucht. Hierbei wurde bei den regelmäßig wiederkehrenden Spendern vor allem der Zeitraum der Infektiosität bei negativen Screening-Tests ("diagnostische Lücke") retrospektiv erfaßt und mit Hilfe dieser Methode die potentielle Infektiosität der Blutprodukte ermittelt.
Bei Spendern mit negativen Screening-Tests für die oben aufgeführten Erkrankungen ergaben sich folgende Wahrscheinlichkeiten, während einer "diagnostischen Lücke" Blut zu spenden: für HIV 1 : 493 000; für HTLV 1 : 641 000; für HCV 1 : 103 000 und für HBV 1 : 34 000.
Durch Einsatz neuer, hochsensitiver Screening-Tests auf Virus-Antigene oder Virus-Nukleinsäuren ließen sich diese Zahlen nach Ansicht der Autoren noch um 27 bis 72 Prozent verbessern. acc
Schreiber, GB., et al.: The risk of transfusion-transmitted viral infections. N Engl J Med 1996; 334: 1685–1690
Dr. Schreiber, Westat Inc., 1650 Research Blvd., Rockville, MD 20850, USA

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