ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2003Hypnotherapie bei funktioneller Dyspepsie

MEDIZIN: Referiert

Hypnotherapie bei funktioneller Dyspepsie

Dtsch Arztebl 2003; 100(20): A-1366 / B-1139 / C-1066

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LNSLNS Mindestens 50 Prozent aller Menschen, die den Arzt wegen abdominaler Beschwerden aufsuchen, leiden an einer funktionellen Dyspepsie oder einem Colon irritabile. Unter pathophysiologischen Aspekten ist von einer Störung der Motilität und einer gestörten viszeralen Sensitivität auszugehen. Eine Standardtherapie gibt es nicht. Die Autoren berichten über den Einsatz der Hypnotherapie bei 126 Patienten mit funktioneller Dyspepsie, die 16 Wochen lang therapiert wurden. Im Vergleich zu einer Placebogruppe kam es unter der Hypnotherapie zu einer signifikanten Besserung des Symptomscores, auch die Lebensqualität verbesserte sich signifikant. Auch nach einem Jahr schnitt die Gruppe, bei der die Hypnose zum Einsatz kam, besser ab als eine Vergleichsgruppe, die zweimal 150 mg Ranitidin beziehungsweise Supportiv-maßnahmen erhalten hatten.
Die Autoren, die bereits eine ähnliche positive Studie zur Behandlung des Colon irritabile publiziert haben, kommen zu dem Schluss, dass die Hypnotherapie ökonomische Vorteile bietet, da die Medikamentenkosten drastisch gesenkt werden können. w

Calvert EL, Houghton LA, Whorwell PJ et al.: Long-term improvement in functional dyspepsia using hypnotherapy. Gastroenterology 2002; 123: 1778–1785.

Dr. P. J. Whorwell, Department of Medicine, Education and Research Centre, Wythenshawe Hospital, Southmoor Road, Manchester M23 9 LT, Großbritannien,
E-Mail: peter.whorwell@smuth.nwest.nhs.uk

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