ArchivDeutsches Ärzteblatt44/1996Ulkus-Prävention mit Omeprazol

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Ulkus-Prävention mit Omeprazol

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LNSLNSLNSLNS Über die Ergebnisse der Prävention peptischer Ulzera und dyspeptischer Symptome unter einer Langzeittherapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika mit Protonenpumpenhemmern lagen bislang noch keine wissenschaftlichen Studien vor.
Eine skandinavische Arbeitsgruppe berichtet jetzt über eine erste Studie an 175 Patienten, bei denen 20 Miligramm Omeprazol mit einer Plazebomedikation hinsichtlich gastroduodenaler Ulzera, Erosionen und dyspeptischer Symptome unter einer Dauertherapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika-Präparaten verglichen wurden. Eine Analyse erfolgte jeweils nach einem und nach drei Monaten.
Unter der Therapie mit Omeprazol entwickelten 4 von 85 Patienten, das entspricht 4,7 Prozent, ein Ulkus im Vergleich zu 15 von 90, das entspricht 16,7 Prozent, unter Plazebo. Dieser ulkusprophylaktische Effekt des Omeprazols war weder von einer positiven Ulkusanamnese noch von einem Helicobacter-pylori-Status abhängig. 15 der 85 Patienten, das entspricht 15,3 Prozent, entwickelten behandlungsbedürftige dyspeptische Symptome unter Omeprazol, 35,6 Prozent entwickelten diese Symptome unter Plazebo. In der beschriebenen Studie waren primär Patienten mit einer Dyspepsieanamnese oder einer unkomplizierten Ulkuskrankheit aufgenommen worden.
Die Autoren kommen zu dem Schluß, daß zumindest bei diesem beschriebenen Kollektiv eine prophylaktische Behandlung mit Omeprazol einen weitreichenden Schutz vor der Entwicklung einer NichtsteroidaleAntirheumatika-Gastropathie bietet. w


Ekström P, Carling L, Wetterhus S, Wingren P E, Anker-Hansen O, Lundegardh G, Thorhallsson E, Unge P: Prevention of Peptic Ulcer and Dyspeptic Symptoms with Omeprazole in Patients Receiving Continuous NonSteroidal Anti-Inflammatory Drug Therapy. Scand J Gastroenterol 1996; 31: 753–758
Department of Surgery, Sandvikens Hospital, 81189 Sandviken, Schweden.

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