ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2003Erektile Dysfunktion: Tadalafil erweitert die Substanzpalette

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Erektile Dysfunktion: Tadalafil erweitert die Substanzpalette

Dtsch Arztebl 2003; 100(20): A-1381

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LNSLNS Bei der Vorstellung von Tadalafil, dem neuesten Wirkstoff aus der Reihe der Phosphodiesterase-(PDE-)5-Inhibitoren zur Therapie der erektilen Dysfunktion, attestierte Prof. Hartmut Porst (Hamburg) allen drei Wirksubstanzen eine vergleichbare Effizienz. Das Nebenwirkungsprofil der beiden neuen Produkte Tadalafil und Vardenafil bezeichnete er als etwas geringer, speziell was die Auswirkungen auf die Netzhaut und damit das Farbsehen betreffe. Als vorteilhaft stufte er auch die fehlende Wechselwirkung bei Nahrungsaufnahme ein.
Die lange Wirksamkeit von 24 Stunden ist ein Spezifikum des neuen Produktes Tadalafil (CialisTM) – eine Entwicklung von Lilly ICOS. Tadalafil ist durch eine andere Molekülstruktur als die übrigen PDE-5-Hemmer gekennzeichnet und hemmt zusätzlich auch die PDE-11, über deren Funktion nicht viel bekannt ist. Da das Enzym in Hoden und Prostata nachgewiesen ist, wurde ein möglicher Einfluss von Tadalafil auf die Fruchtbarkeit überprüft. Es zeigte sich jedoch kein Einfluss auf die Samenparameter und Hormonwerte, wie Dr. Martina Manning (Lilly) darlegte.
Das Produkt weist das für PDE-5-Inhibitoren typische Nebenwirkungsprofil auf (Kopf-, Rücken-, Muskelschmerz, verstopfte Nase), was in den Studien bei 1 112 Patienten jedoch nur in 2,1 Prozent der Fälle (Placebo: 1,3 Prozent) zum Therapieabbruch geführt habe. Tadalafil wird nach Angaben der Referentin auch von Diabetikern und Hypertonikern gut vertragen. Wie bei allen Substanzen dieser Wirkklasse ist der Einsatz bei Patienten unter Nitraten kontraindiziert. Le
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