ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2003Krankenkassen: Finanzbedarf

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Krankenkassen: Finanzbedarf

Dtsch Arztebl 2003; 100(21): A-1394

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LNSLNS Dementis zur Focus-Meldung über angeblichen Schuldenberg
Die Nachricht verfehlte ihre Wirkung nicht: Über 20 Milliarden Euro Schulden bei den gesetzlichen Krankenkassen meldete kürzlich das Nachrichtenmagazin Focus. Das wären etwa 17 Milliarden Euro mehr als bisher angenommen. Die Quelle für diese Zahlen nannte das Blatt indes nicht.
Prompt folgten die Dementis von Ministerium und Krankenkassen. Als „unerklärlich“ bezeichnete ein Sprecher des Gesundheits- und Sozialministeriums den Focus-Bericht. „Aus der Luft gegriffen“ seien die Zahlen – so der Sprecher der Innungskrankenkassen. Auch Barmer-Chef Eckard Fiedler und der Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Hans Jürgen Ahrens, wiesen den Bericht zurück.
Allerdings bestätigte Ahrens einen Finanzbedarf von fünf Milliarden Euro. Damit müsste das Defizit von drei Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr ausgeglichen werden. Weitere zwei Milliarden Euro seien nötig, um die aufgebrauchten Rücklagen aufzufüllen.
Sollten die Krankenkassen auch in diesem Jahr keinen ausgeglichenen Jahresabschluss vorlegen, würden sich düstere Prognosen des Vorstandsvorsitzenden der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, bestätigen. Der hatte sich unlängst bei Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt unbeliebt gemacht, weil er vor einem Defizit von rund neun Milliarden Euro zum Jahresende in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung gewarnt hatte.
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