ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2003Arzneimitteltherapie in der Frauenheilkunde

BÜCHER

Arzneimitteltherapie in der Frauenheilkunde

Dtsch Arztebl 2003; 100(21): A-1437

Friese, Klaus; Melchert, Frank

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Frauenheilkunde
Einprägsame Therapieschemata
Klaus Friese, Frank Melchert: Arzneimitteltherapie in der Frauenheilkunde. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2002, XIII, 466 Seiten, 24 Abbildungen, 154 Tabellen, gebunden, 76 €
Einleitend wird die Wirkung von Pharmaka auf Blastozyste, Embryo und Fetus dargestellt. Ausgehend vom klinischen Bild der schwangerschaftstypischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Frühgeburtlichkeit, Hyperemesis, Gestose, Gestationsdiabetes, wird die medikamentöse Therapie einschließlich einer Risikobewertung für die Schwangerschaftsstadien detailliert erläutert. Medikamentöse Strukturformeln mit übersichtlichen Tabellen und einprägsamen Therapieschemata erleichtern und fördern die klinische Umsetzung der medikamentösen Therapie. Der zweite Teil widmet sich den gynäkologischen Erkrankungen. Zunächst werden die Infekte mit antibiotischer Therapie beschrieben. Die Darstellung der Anatomie, Physiologie und Pathologie des Harntraktes unterstützt das Verständnis für die medikamentöse Therapie der Kontinenzprobleme. Ausführlich wird die endokrine Therapie mit antikonzeptiven, reproduktiven und postmenopausalen Behandlungsschemata behandelt.
Abschließend wird die Onkologie behandelt, wo insbesondere beim Mammakarzinom durch endokrine und chemotherapeutische Systemtherapie eine Verbesserung der Heilungschancen und deutliche Überlebensvorteile in den vergangenen 20 Jahren erreicht wurden. Die umfangreichen Literaturangaben nach jedem Kapitel stammen überwiegend aus den 80er- und 90er-Jahren. Eine Ursache dafür, dass Literatur der letzten fünf Jahre seltener zitiert wird, liegt weniger an der langen Vorlaufzeit des Buches oder an fehlenden Neuentwicklungen therapeutischer Substanzen, sondern eher an dem Fehlen ausgeprägter Vergleichsstudien und an mangelnder Information über Langzeitwirkungen der Medikamente auf den fetalen oder mütterlichen Organismus.
Den 26 Autoren ist es gelungen, ein gut verständliches Werk für die medikamentöse Behandlung zu gestalten, das sich nicht nur an Frauenärzte, sondern auch an Hausärzte, Internisten, Urologen und ganz besonders auch an Pharmazeuten wendet. Matthias Giese
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