ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2003Wenn Pharmawerbung sich wissenschaftlich gibt

MEDIZIN: Referiert

Wenn Pharmawerbung sich wissenschaftlich gibt

Dtsch Arztebl 2003; 100(21): A-1448 / B-1206 / C-1129

ME

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LNSLNS Die Behauptungen bezüglich der Wirksamkeit und Sicherheit eines Medikamentes in pharmazeutischen Anzeigen sollten auch dann kritisch gewertet werden, wenn der Anschein einer evidenzbasierten Datenlage suggeriert wird oder Studien aus renommierten Zeitschriften zitiert werden. Pilar Villanueve und Mitarbeiter analysierten die Pharmawerbung für Antihypertensiva und blutfettsenkende Medikamente in sechs spanischen medizinischen Zeitschriften, die 1997 veröffentlicht wurde. Von den 264 identifizierten Anzeigen schmückten sich 125 mit Referenzen.
18 Prozent dieser Zitierungen konnten nicht ermittelt werden. In den verbleibenden 102 Anzeigen wurden in 84 Fällen randomisierte klinische Studien zitiert. In 45 Anzeigen stimmten die Aussagen der Studien aber nicht mit denen in der Werbung überein: In vielen Fällen war die beworbene Patientengruppe nicht mit dem in der Studie untersuchten Kollektiv vergleichbar. me

Villanueva P, Peiró S, Librero J, Pereiró I: Accuracy of pharmaceutical advertisments in medical journals. Lancet 2003; 361: 27–32.

Dr. Salvador Peiró, Escuela Valenciana de Estudios para la Salud, Juan de Garay 21, 46017 Valencia, Spanien,
E-Mail: peiro_bor@gva.es

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