ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2003Bekanntmachungen: Ankündigung einer morbiditäts- bzw. aufwandsbezogenen Differenzierung der vertraglich vereinbarten Vergütungsregelung zu den Dialysesachkosten nach der Nr. 7270

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Bekanntmachungen: Ankündigung einer morbiditäts- bzw. aufwandsbezogenen Differenzierung der vertraglich vereinbarten Vergütungsregelung zu den Dialysesachkosten nach der Nr. 7270

Dtsch Arztebl 2003; 100(21): A-1467 / B-1219 / C-1143

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LNSLNS Die Kassenärztliche Bundesvereinigung einerseits und die Spitzenverbände der Krankenkassen andererseits haben beschlossen, mit einer Ankündigung auf eine Änderung der Dialysesachkosten nach Nr. 7270 mit Wirkung zum 1. Juli 2003 hinzuweisen.

Ankündigung einer morbiditäts- bzw. aufwandsbezogenen Differenzierung der vertraglich vereinbarten Vergütungsregelung zu den Dialysesachkosten nach der Nr. 7270 mit Wirkung zum 1. Juli 2003

Mit Wirkung zum 1. Juli 2002 haben die Partner der Bundesmantelverträge beziehungsweise der AG Ärzte/Ersatzkassen im Rahmen der Neukonzeption der vertragsärztlichen Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patienten die Einführung von bundesweit gültigen Sachkostenpauschalen für nichtärztliche Dialyseleistungen vertraglich vereinbart (Deutsches Ärzteblatt 99, Heft 13; 29. März 2002). Ergänzend zum In-Kraft-Treten dieser vertraglichen Bestimmung zum EBM haben die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung gemeinsam in einer Bundesempfehlung angekündigt, die Vergütungsregelung nach der Nr. 7270 mit Wirkung zum 1. Juli 2003 morbiditäts- beziehungsweise aufwandsbezogen zu differenzieren. Diese Differenzierung soll im Zeitpunkt der Umsetzung aufwandsneutral erfolgen (Deutsches Ärzteblatt 99, Heft 15; 12. April 2002). Die Vertragspartner einigten sich zwischenzeitlich unter Berücksichtigung der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse auf das Lebensalter und die Diagnose Diabetes mellitus als differenzierungsrelevante Patienteneigenschaften.
Die Partner der Bundesmantelverträge beziehungsweise der AG Ärzte/Ersatzkassen kündigen auf Grundlage der gültigen Vergütungsregelung zu der Nr. 7270 und unter Berücksichtigung der oben genannten Bundesempfehlung die Umsetzung der Differenzierung der Vergütungsregelung zu den Dialysesachkosten nach der Nr. 7270 mit Wirkung zum 1. Juli 2003 an. Wegen der im Rahmen der Differenzierung der Vergütungsregelung zu der Nr. 7270 zu beachtenden Aufwandsneutralität kann es im Einzelfall im Vergleich zur derzeit gültigen Vergütungsregelung – in Abhängigkeit von Alter beziehungsweise Diagnose der behandelten Patienten – zu einer Anhebung oder Reduzierung der Vergütung bei Berechnung der Dialysesachkostenpauschale kommen.
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