VARIA: Preise

Verleihungen

Dtsch Arztebl 2003; 100(22): A-1558

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LNSLNS Jürgen-Bierich-Preis 2002 – verliehen durch die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e.V., Dotation: 10 000 Euro, gestiftet von Pharmacia GmbH, an Dr. med. Paul-Martin Holterhus, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Lübeck, und an Priv.-Doz. Dr. med. Christian Roth, Universitätskinderklinik Bonn.
Die beiden Wissenschaftler erhielten den Preis in Würdigung ihrer Arbeiten auf dem Gebiet der pädiatrischen Endokrinologie mit Bezug zu klinischen Problemen. Holterhus erbrachte den Nachweis einer spezifischen Programmierung genitaler Fibroblasten mit weitreichenden Konsequenzen für die pränatale Rolle des Androgenrezeptors und die Identifikation neuer Gendefekte bei bislang unbekannten urogenitalen Fehlbildungen. Roth zeigte in Tierversuchen, dass Pubertätsentwicklung und Hormonspiegel bei Androgen-induzierter Pubertas praecox durch einen neuen Gonadotropin-Releasing-Hormon-(GnRH-)
Antagonisten (Cetrorelix) effektiver gehemmt werden können als durch den klassischen Agonisten Triptorelin.

AIO-Wissenschaftspreis – verliehen am 27. März im Rahmen des 12. Krebskongresses der Abteilung für Experimentelle Krebsforschung der Deutschen Krebsgesellschaft durch die Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO), an Priv.-Doz. Dr. med. Martin Schuler für die erste klinische Gentherapie-Studie bei Patienten mit Blasenkarzinom, die im Februar im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurde, und an Dr. med. Justus Duyster für eine im März 2002 in „Nature Cell Biology“ publizierte Arbeit zur Identifikation eines im Zusammenhang mit dem Prostatakarzinom vermutlich wesentlichen Smad-4 interagierenden Faktors. Der Preis ist mit 7 500 Euro dotiert und wird von der Firma Pharmacia gestiftet.

Innovationspreis Berlin-Brandenburg 2002 – ausgeschrieben vom Brandenburger Ministerium für Wirtschaft und der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen sowie von Wirtschaftsunternehmen der Region, Dotation: jeweils 10 000 Euro, für vier Preisträger. Die „Autotissue GmbH“, eine Ausgründung aus der „Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie“ der Charité, die an der Firma beteiligt ist, gehört zu den vier Preisträgern des Jahres. Preisgekrönt wurde ein patentiertes Verfahren, biologische (Schweine-)Herzklappen schonender als bisher möglich zu konservieren, sodass sie ihre Funktion besser erfüllen können bei gleichzeitig verlängerter Lebensdauer. Das Verfahren zielt auf die völlige Beseitigung von Zellen im Bindegewebs-(Kollagen-)Gerüst der Klappen, wobei die Struktur des Gerüstes unverändert bleibt.
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