ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2003Chefarzt-/Belegarztvertrag

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Chefarzt-/Belegarztvertrag

Dtsch Arztebl 2003; 100(22): A-1545 / B-1284

Baur, Ulrich

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LNSLNS Chefarztverträge
Ratgeber zur Vertragsgestaltung
Ulrich Baur: Chefarzt-/Belegarztvertrag. Vertragsmuster und Kommentar zur Vertragsgestaltung mit CD-ROM zu den Vertragsmustern, Deutscher Ärzte-Verlag GmbH, Köln, 2003, 209 Seiten, broschiert, 19,95 Euro; 32,00 sFr.
Der zunehmende Kostendruck auf die Krankenhäuser durch die geänderten gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen haben viele Klinikarbeitgeber veranlasst, den Chefarzt stärker per Vertrag in die ökonomische Gesamtverantwortung einzubinden. Auch gibt es inzwischen in einzelnen Klinikkonzernen Chefarztverträge, die Boni, Zulagen und Tantiemen sowie Bonus-Malus-Regelungen im Liquidationsbereich vorsehen. Die Einführung von diagnosebasierten Fallpauschalen im Krankenhaus und der Paradigmenwechsel bei der Klinikfinanzierung veranlassen viele Krankenhausträger, die leitenden Krankenhausärzte noch mehr in die Budgetverantwortung und in die ökonomisch-unternehmerische Leitung einzubinden. Entsprechend hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft Ende 2002 die Empfehlungen für ein Chefarztvertragsmuster (als Revision früherer Chefarztvertragsgrundsätze) in Umlauf gebracht, die einseitig den Arbeitgeberstandpunkt unterstreichen und den Grundgedanken der partnerschaftlichen Interessengemeinschaft zwischen Klinikträgern und Chefärzten aufgeben.
Umso dringender sind bei neu abzuschließenden und zu ändernden Chefarztverträgen fachjuristische Beratung und gründliche Sachinformation erforderlich. Das kompakte Werk aus der Feder eines renommierten Rechtsanwalts für Krankenhaus- und Arztrecht, der lange Jahre als Chefjustiziar im Verband leitender Krankenhausärzte gearbeitet hat, gibt einen Überblick und kommentiert die gängigen Vertragsmuster. Er zeigt auf, wo die Fallstricke des DKG-Vertragsmusters mit normativer Kraft liegen. Der Rat suchende Arzt findet in der Broschüre Hinweise, um besser einen Überblick über die Vertragsangebote zu erhalten und die Sachverhalte – juristisch bewehrt – zu beurteilen, um in den Vertragsverhandlungen mit dem Krankenhausträger gewappnet zu sein. Die Erläuterungen sind ausgewogen, wiewohl sie näher bei der Interessenlage der betroffenen Chefärzte als bei den Klinikarbeitgebern liegen. Die Musterverträge sind nach dem amtlichen Wortlaut dokumentiert worden. Harald Clade
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