ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2003Prämienerhöhung: Hier stimmt etwas nicht
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LNSLNS Laut Herrn Landgraf sind die Ärzte (wieder einmal, das kennen wir doch) selbst schuld. Seine herzzerreißenden Ausführungen über die nachlassende „innerärztliche Solidarität“ sind langsam sattsam bekannt, dies ist aber wohl kaum die alleinige Ursache für die unverschämten und völlig überzogenen regelmäßigen jährlichen Prämienerhöhungen, die uns von der PKV verordnet werden.
Bei mir machten diese Prämienerhöhungen (nicht „Anpassungen“, Anpassung an was?) in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 8,2 % pro Jahr aus, im letzten Jahr sogar 10,2 %. Eine jährliche Teuerung in dieser Größenordnung gibt es in Deutschland nicht, auch nicht im Gesundheitswesen.
Und jetzt kommt’s faustdick: Laut der Wirtschaftszeitung „CAPITAL“ Nr. 8/2003 hat die Allianz-PKV eine Rendite von 40 Prozent (vierzig!) erwirtschaftet. Oho, und das in einem Jahr der Rezession!
Daran möge man sich erinnern, wenn bald im November wieder die alljährlichen Jammerschreiben der PKV bei den Versicherten ankommen mit der Ankündigung der angeblich erforderlichen erneuten Beitrags- „Anpassung“. Irgendwo stimmt da was nicht! Fragen wir doch mal einen der „unabhängigen“ Treuhänder, die diese Erhöhung genehmigen. Was sind das eigentlich für Leute, und in welchem Verhältnis stehen sie zur PKV?
Dr. med. Walter Feiser,
Südring 7, 77704 Oberkirch
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