ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2003Krankenkassen: Reformpläne unter Beschuss

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Krankenkassen: Reformpläne unter Beschuss

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LNSLNS Ersatzkassen gegen geplantes Qualitätszentrum
Nach den Ärzten haben nun auch die Ersatzkassen heftige Kritik an dem Vorhaben der Bundesregierung geübt, ein „Zentrum für Qualität in der Medizin“ einzurichten. Ein solches Institut würde in seiner geplanten Konstruktion notwendige Entscheidungsprozesse blockieren und mehr Bürokratie und Kosten produzieren, warnte die Vorsitzende des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen (VdAK), Margret Mönig-Raane beim Ersatzkassentag vergangene Woche in Berlin. Zugleich würdigte sie die Selbstverwaltung als „zukunftsfähiges Modell, für das es keine Alternative“ gebe. Der Staat könne die Selbstverwaltung nicht ersetzen, so die VdAK-Verbandsvorsitzende.
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Ge­sund­heits­mi­nis­terium, Marion Caspers-Merk, wies dagegen darauf hin, dass das geplante Zentrum gemeinsam mit den Partnern der Selbstverwaltung aufgebaut werde. Caspers-Merk: „Die besten Köpfe der Republik werden für eine Verbesserung der Patienteninformation arbeiten.“
Unterdessen kündigten die Ersatzkassen an, dass Versicherte auch 2004 nicht mit spürbaren Beitragssenkungen rechnen können. Möglich sei lediglich, dass nach der Gesundheitsreform der derzeitige Satz von durchschnittlich 14,5 Prozent gehalten werde, sagte Mönig-Raane. „Von einer spürbaren Entlastung des Beitragssatzes für alle kann überhaupt keine Rede sein.“ Auch Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt räumte ein, dass die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung das erste Quartal voraussichtlich mit einem Defizit abgeschlossen hat. „Wir haben massive Einnahmeverluste im Vergleich zum Vorjahr“, sagte Schmidt am 28. Mai in Berlin.
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