ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2003Psychisch Kranke: Fachärztliche Versorgung erhalten

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Psychisch Kranke: Fachärztliche Versorgung erhalten

Dtsch Arztebl 2003; 100(23): A-1570

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LNSLNS Erster Deutscher Neurologen- und Psychiatertag
Gegen die im Gesundheitssystemmodernisierungsgesetz vorgesehene Einführung von Praxisgebühren beim direkten Facharztbesuch sprachen sich Nervenärzte, Neurologen und Psychiater beim ersten Deutschen Neurologen- und Psychiatertag in Berlin aus. Obwohl psychische und neurologische Erkrankungen mehr Kosten als die so genannten Volkskrankheiten verursachten, drohe das Gesetz die Versorgungsbedingungen zu verschlechtern. Dr. med. Frank Bergmann, Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN), sprach von „staatlicher Enteignung“ neurologischer und psychiatrischer Facharztpraxen und einer Benachteiligung der ohnehin diskriminierten psychisch kranken Patienten. Für die Verzahnung der verschiedenen Versorgungseinrichtungen seien die Fachärzte dagegen offen. In Kooperation mit dem Deutschen Hausärzteverband will der BVDN das Wissen der Allgemeinärzte über neurologische und psychiatrische Erkrankungen verbessern. „Hausärzte erkennen eine Depres-
sion besser, wenn sie zuvor fortgebildet wurden“, sagte Prof. Dr. med. Mathias Berger, Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde. Eine frühzeitige Diagnose ermögliche eine frühzeitige Überweisung an den Facharzt, der den Patienten mit neuen Behandlungsmöglichkeiten und Medikamenten zu mehr Lebensqualität verhelfen könne. Der Gesundheitsökonom Prof. Dr. med. Karl Lauterbach räumte ein, dass es nach dem Gutachten des Sachverständigenrates für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen eine Unterversorgung bei der Behandlung der Depression gebe.
Ein Disease-Management-Programm soll entwickelt werden.
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