ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2003Menschenwürde: Rückständig
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Wenn man die Meinung über die Forschung an embryonalen Stammzellen von liberal bis konservativ einordnet, befindet sich Prof. Böckenförde mit seinen Ansichten in der äußersten konservativen Ecke. Er ist grundsätzlich gegen das Experimentieren mit embryonalen Stammzellen, selbst wenn diese von so genannten überzähligen Embryonen aus der In-vitro-Fertilisation stammen. Er ist gegen die Forschung an importierten Stammzellen, obwohl der Bundestag dieser unter bestimmten Voraussetzungen zugestimmt hat. Er ist gegen die Präimplatationsdiagnostik, die mit einer Diskriminierung von Behinderten überhaupt nichts zu tun hat. Er ist gegen das therapeutische Klonen unter Verwendung embryonaler und selbst adulter Stammzellen, obwohl dieses Verfahren große medizinische Hoffnungen weckt.
Mit einer derart rückständigen Auffassung ist ein medizinischer Fortschritt nicht denkbar. Gottlob sieht die Forschungspraxis in Deutschland aber vor allem auch in vielen anderen europäischen Ländern zukunftsorientierter aus.
Prof. Dr. med. Claus Werning, Medizinische Klinik des St.-Katharinen-Hospitals Frechen, Kapellenstraße 1–5, 50226 Frechen
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige