ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2003Gastrointestinale Stromatumoren — Tumorentität und Therapie mit Imatinib

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Gastrointestinale Stromatumoren — Tumorentität und Therapie mit Imatinib

Dtsch Arztebl 2003; 100(23): A-1612 / B-1334 / C-1250

Hohenberger, Peter; Reichardt, Peter; Stroszczynski, Christian; Schneider, Ulrike; Hossfeld, Dieter Kurt

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LNSLNS Zusammenfassung
Der Nachweis des c-kit-Protoonkogens hat dazu beigetragen, gastrointestinale Stromatumoren (GIST) als Tumorentität neu zu definieren und zu charakterisieren. Die Möglichkeit, den Tyrosinkinase-Rezeptor von c-kit durch einen Antagonisten (Imatinib-mesylat) zu hemmen, hat völlig neue Therapiestrategien vor allem im metastasierten Stadium eröffnet. Für die Kontrolle des Ansprechens eignen sich besonders die Positronen­emissions­tomo­graphie (PET) oder die kontrastmittelverstärkte Kernspintomographie. Die GIST-Forschung ist derzeit noch stark im Fluss, neue Ergebnisse zur Diagnostik und Therapie sind kurzfristig zu erwarten. Vor dem Hintergrund der Seltenheit der Erkrankung und der offenen Fragen sollten Patienten mit einem GIST weiterhin vorzugsweise im Rahmen klinischer Studien oder in Kliniken mit ausgewiesener Erfahrung behandelt werden.

Schlüsselwörter: gastrointestinaler Stromatumor, Tyrosinkinase-Inhibition, c-kit, Imatinib, Krebsdiagnostik

Summary
Gatrointestinal Stroma Cell Tumours –
New Diagnostic and Therapeutic Aspects
The demonstration of the c-kit protooncogene CD117 in gastrointestinal stroma cell tumours has enabled to new definition and characterization of this tumour entity. The possibility to block the c-kit tyrosine kinase receptor by the antagonist STI 571 led to completely new therapeutic strategies in patients with metastatic disease. Positron emission tomography or contrast enhanced nuclear magnetic resonance
tomography are particularly valuable methods to control response. Research about GIST is in rapid development, and new results regarding diagnosis and therapy are to be expected in the near future. Considering the rareness of the disease and a number of open questions, patients with GIST should be treated preferably within clinical studies and at clinics with large experience.

Key words: gastrointestinal stroma tumour,
tyrosine kinase inhibitor, c-kit, imatinib mesylate, diagnosis in cancer


Sarkome bilden eine heterogene Gruppe bösartiger Tumoren, die
etwa ein Prozent aller Malignome ausmachen (Inzidenz etwa 2 bis 3 pro 100 000 pro Jahr). Ungefähr 10 bis 15 Prozent dieser Sarkome haben ihren Ursprung im Magen-Darm-Trakt beziehungsweise im Mesenterium. Der überwiegende Teil der mesenchymalen gastrointestinalen Tumoren ist den gastrointestinalen Stromatumoren ("GIST") zuzuordnen, die 1998 als eigenständige Entität erkannt und definiert wurden (13). Pathognomonisch für GIST ist der Nachweis von CD117 (c-kit) auf der Zelloberfläche (Abbildung 1). C-kit entspricht einer Typ-III-Rezeptor-Tyrosinkinase. Die dauerhafte Aktivierung dieser Tyrosinkinase auf dem Boden verschiedener genetischer Veränderungen ist als direkte Ursache für die Entstehung von GIST anzusehen (26).
Bis zum Jahr 2000 bestand die einzige Behandlungsmöglichkeit dieser seltenen Tumoren in der radikalen chirurgischen Resektion, eine zytotoxische Chemo- oder Strahlentherapie ist unwirksam. Die Entdeckung, dass der Tyrosinkinase-Inhibitor Imatinib-mesylat (STI571, Glivec) neben der Tyrosinkinaseaktivität des normalen c-Abl Genproduktes, des onkogenen Bcr-Abl Fusionsproteins und des „platelet-derived growth factor“-(PDGF-)Rezeptors auch die Aktivität von c-kit hemmt, führte zum Konzept einer gezielten Therapie der GIST mit Imatinib. Der überaus eindrucksvolle Erfolg dieser Therapie bei einem finnischen Patienten mit weit fortgeschrittenem Tumor (12) führte im Frühjahr 2001 zur Initiierung multinationaler klinischer Studien, in die innerhalb kürzester Zeit 1 500 Patienten eingeschlossen wurden (3, 28).
Histologie und Pathophysiologie
GIST umfassen eine Gruppe von mesenchymalen Tumoren, die in allen Teilen des tubulären Gastrointestinaltraktes lokalisiert sein können. Die Morphologie reicht von vorwiegend spindelzelligen (70 bis 80 Prozent) bis zu epitheloiden (20 bis 30 Prozent) und selten pleomorphen Wachstumsmustern, deren Häufigkeit vom Ursprungsorgan abhängig ist. Bis vor wenigen Jahren wurden GIST meist als leiomyogen interpretiert und entsprechend als gastrointestinale Leiomyosarkome oder Leiomyome klassifiziert. Heute bleiben lediglich für den Ösophagus und das Rektum submucosal lokalisierte „echte“ Leiomyome eine relevante Diagnosekategorie. Für GIST bestehen phänotypisch eindeutige Beziehungen zu den so genannten „Cajal-Zellen“, denen eine Schrittmacherfunktion für die Motorik des Darms
zugeschrieben wird (8, 11, 14, 24). Die gastrointestinalen autonomen Nerventumoren (GANT) sind als ultrastrukturell neural differenzierte Variante ebenfalls den GIST zuzuordnen (19). Zwingendes diagnostisches Kriterium für GIST ist der Nachweis einer Expression von CD117 (Abbildung 1). CD34 ist bei etwa 70 Prozent der Tumoren nachweisbar, glattmuskuläres Aktin in 20 bis 30 Prozent der Fälle. Eine fokale S-100-Positivität besteht in lediglich 10 Prozent, wogegen eine Desmin-Expression die Ausnahme darstellt (7, 17, 20).
CD117 oder c-kit ist das zelluläre Homolog des Onkogens v-kit, welches erstmals 1986 im HZ4-Katzensarkom-Virus nachgewiesen wurde (kit = kitten, Kätzchen) (21). Das c-kit-Protoonkogen, lokalisiert auf Chromosom 4q11-21, kodiert für eine Rezeptor-Tyrosinkinase, als deren Ligand 1990 der so genannte Stammzellfaktor (SCF) identifiziert wurde. CD117 ist unter anderem auf Knochenmarkstammzellen, Mastzellen, Melanozyten, Keimzellen und Cajal-Zellen nachweisbar. Darüber hinaus findet sich CD117 auch in wechselndem Ausmaß auf Tumorzellen von kleinzelligen Bronchialkarzinomen und Melanomen sowie verschiedenen Sarkomen (15, 19). Entscheidend für die Pathogenese scheint jedoch nicht der Nachweis von CD117 per se zu sein, sondern eine aktivierende („gain of function“) Mutation im Rezeptor – am häufigsten im Exon 11, seltener in den Exonen 9, 13 oder 17 – die zu einer kontinuierlichen ligandenunabhängigen Aktivität der Tyrosinkinase führt (17), (25). Folgen dieser Daueraktivierung sind unkontrollierte Proliferation und Schutz vor Apoptose.
Epidemiologie
GIST sind sehr selten. Aufgrund der erst kürzlich erfolgten eindeutigen Definition liegen keine zuverlässigen Daten zur Häufigkeit der Erkrankung vor. Zu berücksichtigen ist eine hohe Dunkelziffer fehlklassifizierter Tumoren. Derzeit ist von einer Inzidenz von ungefähr 2 Fällen pro 100 000 Einwohner pro Jahr auszugehen. Somit können für Deutschland etwa 1 500 Neuerkrankungen pro Jahr erwartet werden. Das mediane Alter bei Erkrankungsbeginn liegt zwischen 55 und 65 Jahren. Im Patientenkollektiv der Autoren (n = 141, Tabelle 1) sind Männer mit 62 Prozent häufiger betroffen als Frauen, das mittlere Erkrankungsalter beträgt 60 Jahre, der jüngste Patient ist 11 Jahre alt (10).
Primärtumorlokalisation und Erstsymptome
Die meisten GIST entstehen im Magen oder Duodenum, gefolgt vom übrigen Dünndarm (Abbildung 2). Selten haben sie ihren Ursprung in Kolon, Rektum oder Ösophagus. Vereinzelt wurde auch über primäre GIST des Mesenteriums/Retroperitoneums beziehungsweise primär peritoneale GIST berichtet.
Die primären Symptome von Patienten mit GIST hängen von der Tumorgröße und der Primärtumorlokalisation ab. Ein signifikanter Anteil von kleinen und asymptomatischen Tumoren wird zufällig bei Cholezystektomien oder Eingriffen wegen anderer Malignome entdeckt. Die häufigsten Symptome bei Tumoren im Magen oder Duodenum sind Schmerzen (50 bis 70 Prozent) und gastrointestinale Blutung (20 bis 50 Prozent). Dünndarmtumoren führen vor allem zu Schmerzen, Blutung oder Obstruktion (10, 19). Bei Primärlokalisation im Ösophagus veranlasst häufig eine Dysphagie den ersten Arztbesuch. Im eigenen Patientenkollektiv waren die meisten Tumoren zufällig entdeckt worden (20 Prozent), davon 4 Prozent im Rahmen der Nachsorge anderer Malignome. Schmerzen und Blutung/Anämie (je 16 Prozent), Obstruktion (15 Prozent), Perforation (10 Prozent) waren weitere Symptome, die zur Erstdiagnostik führten. Ein primär durch Metastasierung diagnostiziertes Leiden lag bei 8 Prozent der Patienten vor (2, 10).
Dignität und Prognose
Die grundlegende Änderung im Verständnis der Pathogenese von GIST wirft die Frage auf, ob nicht alle GIST ein gewisses Metastasierungspotenzial haben. Neben den klinisch malignen GIST weisen auch als benigne eingestufte Tumoren grundsätzlich c-kit-Mutationen auf, die mit einer gesteigerten Tyrosinkinaseaktivität einhergehen (25). Die Frage nach benignen GIST muss prospektiv neu untersucht werden. Die Unsicherheiten in der Bewertung des biologischen Verhaltens von GIST findet auch in der aktuellen Nomenklatur ihren Niederschlag, in der die Bezeichnungen benigne/maligne ersetzt werden durch eine Einschätzung des Risikos eines malignen Verlaufs (gering/intermediär/hoch) (7, 16, 18). In einer jüngst publizierten Analyse von 48 Patienten wurden folgende histologischen Faktoren als prognostisch günstig in Bezug auf rezidivfreies Überleben ermittelt: spindelzelliger Tumortyp, Größe bis 5 cm, weniger als drei Mitosen/30 HPF, missense Mutation des Exon 11 (27). Diese Parameter entsprechen nur partiell den bisher vorliegenden Daten retrospektiver Analysen (23). Bei fortgeschrittenen GIST hängt die Prognose vom Vorhandensein eines Lokalrezidives oder von Metastasen ab (Tabelle 2).
Metastasierungsmuster
GIST metastasieren praktisch nicht in die regionalen Lymphknoten ihres Ursprungsorgans. Etwa die Hälfte der Patienten mit neu diagnostiziertem GIST weisen bereits Fernmetastasen auf. Dabei sind die häufigsten Metastasierungsorte Leber und Peritoneum. Lunge oder Knochen sind nur sehr selten betroffen (Tabelle 3, Abbildung 3). Lokoregionäre Rezidive sind häufig. Im eigenen Patientenkollektiv trat bei Patienten, bei denen ein organüberschreitender GIST nur durch multiviszerale Resektion entfernt werden konnte, das Tumorrezidiv regelmäßig innerhalb von 12 Monaten auf.
Bildgebende Darstellung
Kleinere Primärtumoren (< 3 cm) stellen sich in der Regel als weichteildichte, häufig homogene noduläre Strukturen dar und unterscheiden sich hinsichtlich der Röntgendichte oder des MRT-Signals nicht trennscharf von malignen Lymphomen oder Leiomyomen. Sichere bildgebende Malignitätskriterien sind die Infiltration in umgebende Organe oder die Fernmetastasierung. Aufgrund der submukösen und intramuralen Lage der GIST sowie des exophytischen Wachstums werden GIST häufig erst ab einer Größe über 3 cm klinisch manifest. Dabei ist regelmäßig CT-morphologisch ein zweischichtiger Aufbau mit zentraler Nekrose und einem variabel perfundierten Mantel erkennbar. Bei Primärtumoren des Ösophagus, des Magens oder des Dünndarms sollte die CT entsprechend optimiert (Hydro-CT Technik für Magen und Duodenum, gegebenenfalls CT-Sellink-Technik für Dünndarmmanifestationen) erfolgen. In der MRT können ebenfalls durch eine orale Kontrastierung sowie die Gabe von Buscopan störende Artefakte vermieden werden.
c Metastasen: Lebermetastasen zeigen ähnliche Phänomene wie die Primärtumoren: Es handelt sich in der Regel um umschriebene Raumforderungen, die entweder gleichmäßig perfundiert sind oder einen zweischichtigen Aufbau (Zentrum: nicht perfundiert, zum Teil nekrotisch, zystisch oder eingeblutet, Rand: gut perfundiert) vorweisen. Relativ typisch ist ein buntes Bild mit differenter Signalintensität und Binnenstruktur in multiplen Filiae. Bei variabler Perfusion und einer der gesunden Leber ähnlichen Röntgendichte der Lebermetastasen ist die MRT mit leberspezifischen Kontrastmitteln die Methode der Wahl. MRT mit schnellen Gradienten ist zwar ebenfalls geeignet, peritoneale Metastasen zu detektieren, jedoch ergeben sich hier Vorteile für die CT.
c Verlaufskontrolle: Für das Monitoring der Therapie mit Imatinib haben die Schnittbildverfahren aufgrund der Übersichtlichkeit und des asynchronen Verhaltens der GIST-Manifestationen einen festen Stellenwert. Die ausschließliche Größenbestimmung der Tumoren ist jedoch für die Beurteilung des Ansprechens unzureichend. Intratumorale Einblutungen können häufiger zu einer vorübergehenden Volumenzunahme der Tumoren trotz Ansprechens auf die Therapie führen. Charakteristische Befunde wie zystische Einschmelzungen oder Abnahme der Tumorperfusion bei Tumoransprechen werden optimal durch die kontrastmittelgestützte MRT dargestellt (Abbildung 5). Für die Beurteilung des Therapieresultats hat sich insbesondere die Positronen­emissions­tomo­graphie (PET) bewährt. PET-Untersuchungen (18F-FDG-PET) vor Einleitung der Therapie zeigen fast immer einen massiv gesteigerten Glucosemetabolismus in den Tumormanifestationen. Bei acht von elf Patienten der europäischen Phase-1-Studie kam es nach einer Woche Therapie zu einer kompletten metabolischen Remission (keine Glucoseaufnahme mehr) im PET. Das Ergebnis der PET-Untersuchung korreliert mit dem klinischen Befinden der Patienten und ist korrekt prädiktiv für das acht Wochen nach Therapie mit konventioneller Bildgebung nachzuweisende Ansprechen (28). Es wurde nachgewiesen, dass ein positiver Therapieeffekt schon nach 24 bis 48 Stunden dokumentiert werden kann (Abbildung 6).
Therapie
- Chirurgie des Primärtumors: Die chirurgische Therapie von GIST-Primärtumoren hängt von der Lokalisation ab. GIST des Magens können abhängig von der Tumorgröße meist durch Magenteilresektion mit etwa 2 cm Sicherheitsabstand entfernt werden. Bei kleinen Tumoren (< 3 cm) kann eine Magenwandresektion ausreichend sein, die in Abhängigkeit von der Lokalisation des Tumors gegebenenfalls auch laparoskopisch erfolgen kann. Größere Tumoren müssen durch eine funktionelle Magenresektion entfernt werden. Eine Indikation zur Gastrektomie ist in Abhängigkeit von der Tumorgröße, aber nicht aus Prinzip, gegeben.
Bei GIST-Tumoren des Dünndarms ist eine Segmentresektion des tumortragenden Abschnitts mit einem Sicherheitsabstand von 2 bis 5 cm ausreichend. Eine ausgedehnte Lymphknotendissektion oder auch erweiterte Darmresektion ist angesichts der extrem niedrigen Inzidenz lymphogener Metastasen nicht indiziert. Klinisch vergrößerte Lymphknoten sollten als Teil des segmentalen Resektats entfernt werden. Für GIST des Kolorektums gelten im Prinzip die gleichen Kriterien wie für GIST des Dünndarms. Eine segmentäre Resektion ist ausreichend, die zugehörigen Lymphknoten sollten mitentfernt werden.
Lokoregionär fortgeschrittene GIST mit Infiltration angrenzender Organe konnten bisher nur durch multiviszerale Resektion behandelt werden. Typische Lokalisationen hierfür sind Rektum, linke Kolonflexur beziehungsweise distales Duodenum/proximales Jejunum. Sehr häufig kommt es aufgrund einer intraoperativ nicht entdeckten peritonealen Dissemination rasch zu einem Tumorrezidiv. Bei einer derartigen Konstellation sollte primär eine systemische Therapie mit Imatinib diskutiert werden (Abbildung 4).
Medikamentöse Therapie
Bis vor kurzem existierte keine wirksame systemische Therapie für fortgeschrittene oder metastasierte GIST. Versuche der Mono- oder Polychemotherapie resultierten in Ansprechraten von weniger als 5 Prozent. Imatinib (STI571, Glivec) ist ein rational entwickeltes
(1, 6), oral applizierbares Phenylaminopyrimidin-Derivat, dessen Wirkmechanismus in einer kompetitiven Blockade der ATP-Bindungsstelle spezifischer Tyrosinkinasen besteht (www.asco.org/ meeting2001/). Diese umfassen selektiv Abl, Bcr-Abl, c-kit und den PDGF-Rezeptor. Aufgrund der direkten pathogenetischen Bedeutung der Bcr-Abl-Translokation für die Entstehung der chronischen myeloischen Leukämie (CML) wurde Imatinib zunächst bei dieser
Erkrankung untersucht. Die Therapie erwies sich als wirksam sowohl in der chronischen Phase als auch in der Blastenphase (9, 22). Die Tagesdosis bei dieser Indikation beträgt 400 mg (4, 5).
c Therapie mit Imatinib: Die erste Behandlung mit Imatinib bei einem Patienten mit GIST erfolgte bei einer 50-jährigen Frau wegen diffuser intraabdominaler Metastasierung insbesondere in die Leber nach erfolgloser Polychemotherapie. Bereits nach zwei Wochen war eine eindrucksvolle Rückbildung der Lebermetastasen um 40 Prozent nachweisbar, und innerhalb von 11 Monaten verschwanden 20 Prozent der Absiedlungen unter fortgesetzter Therapie (12). Basierend auf diesem Behandlungserfolg wurden zwei multizentrische Studien zur Frage der Wirksamkeit, der Verträglichkeit und der Dosierung von Imatinib bei Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren in den USA und in Europa begonnen. In der amerikanischen randomisierten Phase-2-Studie wurden 400 versus 600 mg Imatinib pro Tag eingesetzt (3). Bei 54 Prozent der Patienten wurde eine partielle Remission erreicht, mit einer Tendenz zu höherer Effizienz von 600 mg Imatinib pro Tag. 26 Prozent der Patienten hatten eine stabile Erkrankung und 13 Prozent waren unter der Therapie progredient. Eine komplette Remission wurde nicht beobachtet. 18 Prozent der Patienten, die zunächst auf die Therapie mit Imatinib angesprochen hatten, waren im weiteren Verlauf bei fortlaufender Therapie progredient (3). Die c-kit-Mutationsanalyse, die bei einem Teil der Patienten durchgeführt worden war, zeigte, dass Patienten mit einer Mutation im Exon 11, die bei 68 Prozent der Patienten gefunden wurde, eine Ansprechrate von 72 Prozent aufweisen, wohingegen Patienten ohne nachweisbare Mutation nur in 12 Prozent auf die Therapie mit Imatinib ansprachen (27).
Bei der Phase-2-Studie der EORTC Soft Tissue and Bone Sarcoma Group betrug die Ansprechrate 71 Prozent für eine Gruppe von 28 Patienten. Demgegenüber konnte bei 23 Patienten mit nicht-GIST-Weichteilsarkomen, die keine Expression des c-kit oder PDGF-Rezeptors aufwiesen, in keinem Fall ein Ansprechen erreicht werden (28). Patienten, die initial an tumorbedingten Symptomen gelitten hatten, verspürten eine Rückbildung der Beschwerden häufig bereits innerhalb einer Woche (3, 28). Ergebnisse zweier großer multizentrischer Phase-3-Studien des National Cancer Institute (NCI) der USA und der EORTC mit 400 mg versus 800 mg Imatinib pro Tag bei mehr als 1 500 randomisierten Patienten sind 2003 zu erwarten.
Aufgrund der Datenlage erfolgte am 31. Mai 2002 die europaweite Zulassung von Imatinib für die Behandlung fortgeschrittener oder metastasierter gastrointestinaler Stromatumoren in einer Dosierung von 400 mg pro Tag.
Eine offene Frage ist, ob mit Imatinib ein dauerhafter Behandlungserfolg unter lebenslanger Therapie oder gar eine endgültige Heilung erreicht werden kann. Bei einer Analyse von 47 Patienten, die mindestens 18 Monate mit Imatinib behandelt worden waren, zeigte sich ein kontinuierliches Absinken des Anteils progressionsfreier Patienten. Nach 6 Monaten waren 91 Prozent, nach 12 Monaten 79 Prozent und nach 18 Monaten 71 Prozent in kontrollierter Erkrankungssituation, ohne dass ein Plateau erkennbar ist. Die Verlängerung der Überlebenszeit ist jedoch beträchtlich.
- Nebenwirkungen der Therapie mit Imatinib: Die häufigsten, meist gering (Grad 1 bis 2 nach NCIC) ausgeprägten Nebenwirkungen bestanden in Ödemen bei 74 Prozent, Übelkeit bei 52 Prozent, Diarrhö bei 44 Prozent und Myalgien bei 39 Prozent, Müdigkeit bei 34 Prozent, Hautausschlägen bei 30 Prozent und Erbrechen bei 25 Prozent der Patienten. Höhergradige Toxizitäten vom Grad 3 oder 4 traten in allen Studien bei 20 Prozent der Patienten auf. Hinsichtlich gastrointestinaler oder abdominaler Blutungen, Hepatotoxizität oder Neutropenie ist von einer Häufigkeit von bis 5 Prozent auszugehen (3). Die höhere Dosierung führte etwas häufiger zu höhergradigen Nebenwirkungen und damit häufiger zur Notwendigkeit einer Dosisreduktion. Bei längerfristiger Therapiedauer (> 1 Jahr) tritt häufig eine Reduktion des Schweregrades einiger Nebenwirkungen auf. Inwieweit dies durch eine veränderte Pharmakokinetik mit Enzyminduktion begünstigt wird, wird derzeit untersucht.
- Behandlungsdauer: Eine offene Frage ist die Dauer der Behandlung. Ob mit Imatinib ein dauerhafter Behandlungserfolg unter lebenslanger Therapie oder gar eine endgültige Heilung erreicht werden kann, ist derzeit nicht zu sagen. Die Behandlung sollte bei Fehlen limitierender Nebenwirkungen in voller Dosierung bis zum zweifelsfreien Nachweis einer Progression fortgesetzt werden.
Chirurgische Therapie während Imatinib-Behandlung
Bisher wurden ausschließlich Patienten mit inoperablen/oder metastasierten GIST mit Imatinib behandelt. Intratumorale Einblutungen (Rhexisblutung bei Tumorrückbildung) sind relativ häufig und können erhebliche Bluttransfusionen erforderlich machen. Die sofortige Revision sollte zugunsten einer sekundären Hämatomausräumung zurückgestellt werden, da unter Imatinib oft eine Hyperfibrinolyse mit manchmal exzessiver Erhöhung der D-Dimere nachgewiesen werden kann. Muss akut wegen Tumorruptur laparotomiert werden, so ist es oft nur über Bauchtuchtamponaden möglich, die Blutungssituation zu beherrschen. Hinsichtlich der Resektion von Tumorresiduen nach erfolgreicher Vorbehandlung liegen bislang keine ausreichenden Erfahrungen vor. Dennoch sollte dieses Vorgehen stets in Betracht gezogen werden. Die Resektion von progredienten Tumoren während der Therapie mit Imatinib stellt aufgrund der peritumoralen Hypervaskularisation eine Herausforderung für Chirurgie und hämostaseologisches Labor dar, die erfahrenen Zentren vorbehalten bleiben sollte.
Adjuvante oder neoadjuvante Therapie
Eine adjuvante oder neoadjuvante Therapie von GIST mit Imatinib ist bisher nicht etabliert, entsprechende Studienprotokolle werden derzeit international vorbereitet. Sollten sich die Kriterien des hohen Metastasierungsrisikos an einem größeren Patientenkollektiv bestätigen (Tabelle 2), könnte sich hieraus eine Indikation zur adjuvanten Therapie nach Resektion des Primärtumors ableiten lassen. Aufgrund der außerordentlich hohen Wirksamkeit von Imatinib sollte bei lokal fortgeschrittenen, nicht oder nur durch multiviszerale Resektion operablen Tumoren überlegt werden, primär eine systemische Therapie unter neoadjuvanter Zielsetzung durchzuführen. Eine R1- oder R2-Resektion sollte unterbleiben, da für Imatinib keine Erfahrungen unter derartigen Bedingungen vorliegen.

Manuskript eingereicht: 15. 1. 2003, revidierte Fassung angenommen: 13. 3. 2003

zZitierweise dieses Beitrags:
Dtsch Arztebl 2003; 100: A 1612–1618 [Heft 23]

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das beim Verfasser erhältlich oder im Internet unter www.aerzteblatt.de/lit2303 abrufbar ist.

Anschrift für die Verfasser:
Prof. Dr. med. Peter Hohenberger
Klinik für Chirurgie und Chirurgische Onkologie
Charité, Campus Berlin-Buch
Humboldt Universität Berlin
Lindenberger Weg 80, 13125 Berlin
E-Mail: hohenberger@rrk-berlin.de

Weitere Informationen im Internet:
www.sarkome.de
www.liferaftgroup.com (Patientenorganisation USA)
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