ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2003Neue Hoffnung für chronische Hepatitis B

MEDIZIN: Referiert

Neue Hoffnung für chronische Hepatitis B

Dtsch Arztebl 2003; 100(23): A-1618 / B-1339 / C-1255

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LNSLNS Mehr als 350 Millionen Menschen weisen weltweit eine chronische Hepati-
tis-B-Infektion auf. An Therapiemodalitäten, um eine Progression zu Leberzirrhose und hepatozellulärem Karzinom zu verhindern, stehen bislang Interferon-a und Lamivudin zur Verfügung. Allerdings beträgt die Lamivudin-Resistenz nach einem Jahr 32, nach vier Jahren 66 Prozent.
Die Autoren berichten über eine Phase-3-Studie mit Adefovir Dipivoxil bei 515 Patienten mit chronischer Hepatitis B, die HbeAg-positiv waren und 10 mg (172 Patienten), 30 mg (173) oder ein Placebo (170) für 48 Wochen erhielten. Am Ende der Therapiephase wiesen 53 Prozent der mit 10 mg beziehungsweise 59 Prozent der mit 30 mg Adefovir Dipivoxil behandelten Patienten eine histologische Besserung auf, bei Placebomedikation lag diese bei 25 Prozent. Auch bezüglich Normalisation der Transaminasen beziehungsweise Verschwinden von HBV-DNA ergaben sich signifikante Unterschiede zu Gunsten der Prüfsubstanz. Ähnliches traf für die HbeAg-Serokonversion zu. Die 10-mg-Dosierung erwies sich hinsichtlich des Sicherheitsprofils als ähnlich der Placebomedikation, lediglich bei der 30-mg-Dosierung wurden häufer unerwünschte Wirkungen und Änderungen der Nierenparameter beobachtet. w

Marcellin P, Chang TT, Lim SG et al.: Adefovir dipivoxil for the treatment of hepatitis B e antigen-positive chronic hepatitis B. N Engl J Med 2003; 348: 808–816.

Dr. P Marcellin, Service d’Hépatologie, INSERM Unitè 481, Centre de Recherches Claude Bernard sur les Hépatites.

Virales, Hôpital Beaujon, 100 Blvd- du Général Leclerc, 92110 Clichy, Frankreich, E-Mail: marcellin@bichat.
inserm.fr.

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