ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2003Hepatitis-C-Therapie: Herausforderung für den niedergelassenen Arzt

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Hepatitis-C-Therapie: Herausforderung für den niedergelassenen Arzt

EB

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LNSLNS Besonders aufwendig zu behandelnde Erkrankungen werden im Rahmen der Abrechung als Sonderfälle bewertet, damit innovative Therapieformen dem Patienten zugute kommen und gleichzeitig das Budget des Arztes nicht belastet wird. Zu diesen Erkrankungen zählt die Hepatitis C, von der etwa eine Million Menschen in Deutschland betroffen sind. Auch die Diagnostik der Viruserkrankung belastet das Budget des Arztes nicht, da es sich um eine meldepflichtige Erkrankung handelt.
Ein akuter Verlauf mit Ausheilung findet sich bei 30 Prozent der Infizierten. In den restlichen Fällen kommt es zu chronischen Verläufen, die sich klinisch häufig uncharakteristisch und mild mit wechselnden Transaminasenerhöhungen zeigen. Langfristig entwickeln 20 Prozent der Patienten eine Leberzirrhose oder sogar ein Leberzellkarzinom. Durch verbesserte Therapiemöglichkeiten haben sich in letzter Zeit die Prognosen für eine Heilung deutlich verbessert.
Dazu gehört die Kombinationstherapie aus pegyliertem Interferon-alfa-2a und Copegus® (Ribavirin), mit der 56 Prozent der Patienten (über alle Genotypen) eine lang anhaltende Virussuppression erreichen. Allerdings ist ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient mit der Möglichkeit der offenen Aussprache zur Aufrechterhaltung der Compliance mit der nebenwirkungsreichen Behandlung von großer Bedeutung. Das sind grippeähnliche Symptome, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen sowie selten neurologische Störungen, Gewichtsabnahme und Haarausfall.
Gerade die unter Interferon auftretenden Depressionen können eventuell eine psychologische und medikamentöse Begleittherapie erforderlich machen. Ziel ist, die Therapieabbrüche zu reduzieren und die Heilungsrate zu erhöhen. 75 Prozent der Patienten, deren Viruslast zwölf Wochen nach Beginn der Therapie mit Pegasys® und Copegus um mindestens zwei Log-Stufen abgefallen ist und die mindestens 80 Prozent der vorgesehenen Dosierung eingenommen hatten, konnten dauerhaft geheilt werden.
Pegasys ist als Monotherapeutikum und in Kombination mit Copegus seit Januar 2003 zur Behandlung erwachsener Patienten mit histologisch nachgewiesener, chronischer Hepatitis C zugelassen. Auch Patienten mit kompensierter Zirrhose können mit Pegasys behandelt werden. In Kombination mit Interferon-alfa-2a beziehungsweise pegyliertem Interferon-alfa-2a (Pegasys) hat Copegus einen synergistischen Effekt auf die Absenkung der Viruslast. Als Monotherapeutikum hat Ribavirin keine Wirkung auf das Hepatitis-C-Virus. EB

Workshop „Hepatitis in der niedergelassenen Praxis“ der Hoffmann-La Roche AG in Frankfurt/Main
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