ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2003Pulverinhalator mit Erfolgskontrolle

VARIA: Wirtschaft - Aus Unternehmen

Pulverinhalator mit Erfolgskontrolle

Dtsch Arztebl 2003; 100(23): A-1628

Bischoff, Angelika

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LNSLNS Seit Anfang des Jahres dürfen keine inhalativen Steroide in Form von FCKW-haltigen Dosier-Aerosolen mehr vertrieben werden. Damit sind Pulverinhalatoren in den Mittelpunkt der Therapie von Asthma bronchiale und chronischer Bronchitis gerückt. Sie kommen ohne Treibgase aus und haben gegenüber den Dosieraerosolen den Vorteil, dass der Patient die Abgabe des Sprühstoßes und die Inhalation nicht aktiv koordinieren muss. Die Freisetzung der Dosis wird bei Pulverinhalatoren durch die Inspiration getriggert.
Der Patient muss bei den meisten Geräten einen inspiratorischen Fluss von mindestens 60 L/min aufbringen, um eine ausreichende Deposition des Wirkstoffs in der Lunge zu erreichen. Schafft er dies nicht, kommt entsprechend weniger in der Lunge an – wieviel genau, bleibt unklar. Auch ein Zählwerk, an dem der Patient ablesen kann, wie viele Dosen noch enthalten sind, gehört nicht zu allen verfügbaren Systemen.
Diese Unsicherheiten wurden beim Novolizer® weitgehend ausgeräumt. Dieses von Sofotec, einer 100-prozentigen Tochter von Viatris, entwickelte Gerät, ist mit einem Zählwerk ausgestattet. Unabsichtliche Mehrfach-Applikationen werden durch einen Sperrmechanismus verhindert. Der Novolizer ist das einzige Pulversystem, das flusskontrolliert auslöst. Der Patient kann nur inhalieren, wenn sein inspiratorischer Fluss mehr als 35 L/min beträgt. Ob die Inhalation erfolgreich war, lässt sich an drei Merkmalen erkennen: einem Farbumschlag in einem Sichtfenster von Grün auf Rot, einem Klickgeräusch und dem süßlichen Geschmack der dem Pulver beigemischten Laktose-Partikel.
„Kein anderes System besitzt diese für den Patienten wichtige Kontrollmöglichkeit“, betonte Dr. Thomas Voshaar (Moers). Das Gerät ist auch mit Wirkstoffpatronen nachfüllbar und ein Jahr lang verwendbar. Bisher steht der Novolizer mit Budesonid (Novopulmon®) und Salbutamol (Ventilastin®) zur Verfügung. Dr. med. Angelika Bischoff

Presseworkshop „Safety first – Sicherheitsaspekte bei der Umstellung auf FCKW-freie Atemwegstherapeutika“ der Firma Viatris GmbH in Frankfurt/Main
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