ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2003Ärztemangel: Altersgrenze aufheben

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Ärztemangel: Altersgrenze aufheben

PP 2, Ausgabe Juni 2003, Seite 246

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LNSLNS Liberale verlangen
die Änderung geltenden Rechts.
Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte über 68 sollten in Zukunft auch Patienten behandeln können, die Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind. Bislang ist dies nur bei Privatversicherten zulässig. Sonderregelungen gelten allerdings auch für Vertragsärzte in Ostdeutschland. Einen entsprechenden Antrag hat die FDP-Fraktion Anfang Mai im Bundestag eingebracht. Sie fordert, § 95 des Gesundheitsstrukturgesetzes zu ändern.
Zur Begründung heißt es, die entsprechende Regelung sei 1993 „angesichts der zum damaligen Zeitpunkt vorhandenen Ärzteschwemme“ getroffen worden. Inzwischen habe sich die Situation gewandelt: Junge Mediziner gingen zu mehr als 50 Prozent in andere Berufe, in einigen Landstrichen sei es bereits schwierig, eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Deshalb sei die Möglichkeit einer vertragsärztlichen Tätigkeit über das 68. Lebensjahr hinaus sinnvoll.
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