ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2003Honorare: Keine lukrativen Nebeneinkünfte

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Honorare: Keine lukrativen Nebeneinkünfte

PP 2, Ausgabe Juni 2003, Seite 264

Flasbart, Jobst

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LNSLNS Keine lukrativen Nebeneinkünfte
Psychotherapeuten bietet der Artikel inhaltlich nichts Neues. Wir kennen die miserable Bezahlung seit Jahren und sind gezwungen, uns jedes Quartal erneut mit der KV juristisch auseinander zu setzen. Leider!
Der Artikel enthält im letzten Absatz eine Implikation, die nicht unwidersprochen bleiben darf:
Frau Bühring bringt zum Ausdruck, dass Psychotherapeuten scheinbar über lukrative Nebeneinkünfte verfügen: beispielsweise probatorische Sitzungen oder psychologische Tests. Das erzeugt den Eindruck, als gäbe es dafür ein so fürstliches Salär, dass der Punktwert für eine genehmigte Sitzung getrost unter den längst überfälligen zehn Pfennigen bleiben dürfe. – Wenn man diese Nebeneinkünfte wirklich mit berücksichtigen würde, müsste der Punktwert weit über zehn Pfennig liegen; denn probatorische Sitzungen werden so grottenschlecht bezahlt (Kolleginnen und Kollegen gerade im Osten haben schon für wenige Pfennige pro Stunde gearbeitet!), dass für einen solchen Stundenlohn kein Handwerker oder Facharbeiter einen „Finger krumm“ machen würde. Wir müssen uns bei diesen Punktwerten insgesamt krumm legen. Das wird in dem Artikel leider nicht zum Ausdruck gebracht.
Dipl.-Psych. Jobst Flasbart, Stammestraße 2 c, 30459 Hannover
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