ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2003DFG-Untersuchung: Verdacht der Manipulation

AKTUELL

DFG-Untersuchung: Verdacht der Manipulation

Dtsch Arztebl 2003; 100(24): A-1641 / B-1361 / C-1277

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Neurophysiologe räumt Fehler ein.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) prüft Vorwürfe wegen wissenschaftlichen Fehlverhaltens gegen Prof. Heinz Breer von der Universität Hohenheim. Der Neurophysiologe erhielt 1998 den Leibniz-Preis, einen der angesehensten deutschen Wissenschaftspreise. Doch jetzt gibt es Vorwürfe, in zumindest zwei Publikationen aus seinem Labor seien Daten manipuliert worden. Hinweise eines ehemaligen Mitarbeiters Breers hatten die DFG veranlasst, ein Vorprüfverfahren einzuleiten, das die Vorwürfe jedoch nicht entkräften konnte. Die DFG hat „daraufhin entschieden, dass den Vorwürfen im Rahmen eines förmlichen Untersuchungsverfahrens nachgegangen werden muss“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Ausschuss zur Untersuchung wissenschaftlichen Fehlverhaltens werde „so schnell wie möglich“ zusammentreten.
Über Details hatten die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit berichtet. Danach sollen in zwei Publikationen aus den Jahren 1998 und 2000 Fotografien von Originaldaten mit Computerhilfe manipuliert worden sein. Nach dem Bericht in der Süddeutschen Zeitung räumt Breer bei einer der Arbeiten ein, dass „Fehler“ gemacht wurden, allerdings liege keine betrügerische Absicht vor.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema