ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2003Irak-Krieg: Logistische Zusammenarbeit oft mangelhaft

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Irak-Krieg: Logistische Zusammenarbeit oft mangelhaft

Dtsch Arztebl 2003; 100(24): A-1668 / B-1384 / C-1300

Eichler, Andreas

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LNSLNS . . . Der Anteil deutscher Kliniken und Ärzte bei der medizinischen Versorgung verletzter oder erkrankter amerikanischer Militärangehöriger und Zivilisten, die aus dem „Landstuhl Regional Medical Center“ überwiesen werden, wird völlig verschwiegen. Die Kooperation mit den Universitätskliniken des Saarlandes unter anderem bei speziellen ophthalmologischen, neurochirurgischen, kardiologischen oder intensivmedizinischen Problempatienten wird seit Jahren von der US-Army in Anspruch genommen. Dies steht auch in gewissem Gegensatz zu dem Artikel, wonach im LRMC sämtliche medizinische Abteilungen zur Verfügung stünden. Auch die in dem Artikel erwähnten Terroropfer der Botschaften in Ostafrika wurden in Homburg/Saar mitversorgt, darunter einige Schwerstkranke.
Leider ist in der Vergangenheit die logistische Zusammenarbeit zwischen deutschen und amerikanischen Stellen mangelhaft gewesen. Gerade das in dem Artikel beschriebene Ramstein-Flugschauunglück kann als Beispiel für schlechte deutsch-amerikanische Zusammenarbeit dienen: Viele Verletzte wurden mit den falschen Rettungsmitteln in ungeeignete oder überforderte Krankenhäuser gebracht.
Bislang hatte ich mehrfach den Eindruck, dass es nur selten an den deutschen Stellen lag, wenn es Koordinationsprobleme gab. Es wäre wünschenswert, wenn auch dem LRMC sprachkompetentes medizinisches Personal für die Kooperation mit deutschen Stellen und Kliniken zur Verfügung stehen würde, und zwar gerade auch nachts und am Wochenende.
Dr. med. Andreas Eichler, Korngasse 2, 69221 Dossenheim
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