ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2003Jens Doering fünfundachtzig

VARIA: Personalien

Jens Doering fünfundachtzig

Dtsch Arztebl 2003; 100(24): A-1698 / B-1406 / C-1322

Hess, Rainer

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Jens Doering Foto: Archiv
Jens Doering Foto: Archiv
Am 1. Juni konnte Dr. med. Jens Doering, Hamburg, seinen 85. Geburtstag feiern. Nahezu zwanzig Jahre, von 1965 bis 1984, war der 1918 in Kiel geborene und seit 1952 als Radiologe in Hamburg niedergelassene Jubilar Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg und acht Jahre Mitglied des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.
Dr. Doering war und ist ein konsequenter und streitbarer Mann, der sich auch heute noch mit Gesundheitspolitikern im schriftlichen Dialog über den „richtigen Weg“ zur Gesundheitsreform auseinander setzt. In seiner Amtszeit als KV-Vorsitzender in Hamburg ist er unbeirrt von Anfeindungen seinen Weg einer auf Versorgungspräsenz und Leistungsqualität ausgerichteten vertragsärztlichen Selbstverwaltung gegangen ist. Mit vielen von ihm in Hamburg eingeführten Neuerungen hat Dr. Doering, damals teilweise noch gegen den Strom, Entwicklungen eingeleitet, die noch heute als vorbildlich angesehen werden. Dies betrifft die Einführung eines umfassenden ambulanten Notfalldienstes mit eigener Notfallpraxis, die Einführung onkologischer Schwerpunktpraxen, den Aufbau integrierter Versorgungseinrichtungen modellhaft durch eine Praxisklinik, die Einführung eines auch die medizinischen Befunde umfassenden Systems der Qualitätssicherung in der Radiologie. Seine Beharrlichkeit und sein Durchsetzungsvermögen haben ihm in Journalistenkreisen den Beinamen „Alster-Doge“ eingetragen, unter seinen ärztlichen Kollegen aber auch Kritik provoziert. Dies hat ihn aber nie davon abgehalten, als ein typisch Norddeutscher bei seinem Standpunkt zu bleiben. Zur Finanzierung von ihm initiierter Modellprojekte hat Doering einen Ärztefonds ins Leben gerufen, der von Hamburger Kassenärzten finanziert wurde und den Staat außen vor gehalten hat. Heute widmet sich der Jubilar überwiegend seinen Hobbys und hier vor allem dem Kunsthandwerk in Töpfern, Messing-, Kupfer- und Glasarbeiten. Rainer Hess
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema