ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2003Hessen: KV-Vorsitzender tritt zurück

AKTUELL

Hessen: KV-Vorsitzender tritt zurück

Dtsch Arztebl 2003; 100(25): A-1705 / B-1413 / C-1329

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Spies: Die Grenze der Kompromissbereitschaft erreicht Foto: Bernhard Eifrig
Spies: Die Grenze der Kompromissbereitschaft erreicht Foto: Bernhard Eifrig
Spies: Berufspolitische Ziele werden vom Vorstand nicht mehr mitgetragen.
Dr. med. Hans-Friedrich Spies legt sein Amt als Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen nieder. Diese Entscheidung hat er am 11. Juni vor der Abgeordnetenversammlung der KV überraschend bekannt gegeben. Spies begründete seinen Schritt damit, dass seine berufspolitischen Ziele nicht mehr vom Vorstand der KV Hessen mitgetragen würden.
Auslöser für seinen Rücktritt sei der Vertragsabschluss über das Disease-Management-Programm Diabetes zwischen den hessischen Landesverbänden der Krankenkassen und dem Hausärzteverband Hessen. Trotz Bedenken wegen der Qualität des geplanten Behandlungsprogramms habe der Vorstand der KV beschlossen, dem Vertrag des Hausärzteverbandes beizutreten, um verhandlungs- und politikfähig zu bleiben. Spies erklärte, er sehe damit die Grenze seiner Kompromissbereitschaft erreicht. Er könne die Umsetzung dieses Vorstandsbeschlusses nicht mit seinem ärztlichen Gewissen in Einklang bringen.
Bis auf weiteres werden die Geschäfte der KV vom Zweiten Vorsitzenden, Dr. med. Horst Rebscher-Seitz, geführt, hieß es aus der KV. Spies bleibt aber Mitglied des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Dazu hatte der KBV-Vorstand ihn einstimmig aufgefordert.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema