ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2003Homöopathie: Bestenfalls Placebomedizin

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Homöopathie: Bestenfalls Placebomedizin

Dtsch Arztebl 2003; 100(25): A-1734 / B-1438 / C-1354

Mylenbusch, Helmut

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LNSLNS Die Quantenlogik berücksichtigt die Verschiedenartigkeiten quantenmechanischer Wahrscheinlichkeitsaussagen gegenüber der klassischen Logik. Auf die Homöopathie angewendet bedeutet das, die Unterschiede zwischen wahrscheinlichen Wirkungen der Homöopathie und erklär- und nachweisbaren Wirkungen schulmedizinischer Methoden und Mittel zu berücksichtigen. Wird dadurch die Homöopathie zur Naturwissenschaft? Da randomisierte Doppelblindstudien mit homöopathischen „Heilmitteln“ grundsätzlich nicht möglich sind (jedes Mittel wird individuell ausgewählt, mitunter sogar ausgependelt) und nicht erklärbar ist, wie ein Wirkstoff in Extremverdünnung physiologisch wirkt und was eine geschüttelte Verdünnung von einer ungeschüttelten unterscheidet, kann der Homöopathie auch bei größtem Wohlwollen bestenfalls der Charakter einer Placebomedizin zuerkannt werden. Einzelne Erfolge können keine Allgemeingültigkeit belegen. Sonst wäre auch eine Reise nach Lourdes ein naturwissenschaftliches Heilverfahren.
Dr. rer. nat. Helmut Mylenbusch, Kirchweg 10, 86944 Unterdiessen
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