ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2003Homöopathie Homöopathie, ein Quanteneffekt?
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LNSLNS Prof. Köster sieht die Homöopathie als quantenlogisch erklärbare Naturwissenschaft. Die Quantenphysik bestätigt aber nur die klassische Naturwissenschaft und die auf ihr beruhende so genannte Schulmedizin. Der wohl bekannteste lebende Quantenphysiker Anton Zeilinger schreibt: „Letztlich ist also die Quantenphysik dafür verantwortlich, dass es Atome verschiedener chemischer Elemente überhaupt gibt und dass diese stabil sind . . . Das heißt, erst durch die Quantenphysik ist die Chemie möglich, und erst durch die Chemie ist es uns überhaupt möglich, mit all den chemischen Vorgängen, die in unseren Körpern vor sich gehen . . .“ (Einsteins Schleier, Die neue Welt der Quantenphysik). Für eine Funktion hinter virtuell miteinander verbundenen Symptomen ist da kein Raum, das wird weder durch die Theorie noch durch die berühmten Teleportationsexperimente Zeilingers gedeckt. Allenfalls die esoterische New-Age-Physik eines Fritjof Capra käme da in Betracht. Richard Feynman, der immerhin den Nobelpreis für seine Forschungen auf dem Gebiet der Quantenphysik erhalten hat, hat gesagt: „Ich kann mit Sicherheit behaupten, dass niemand die Quantenmechanik versteht“, wobei er sich selbst einschloss. Wenn sie schon niemand versteht, so glaubt doch jeder, sie benutzen und für seine Zwecke umdeuten zu dürfen. Das beginnt schon beim Begriff Quantensprung. Er ist im Gegensatz zum täglichen Sprachgebrauch nicht etwas Großartiges, Neues, sondern im Gegenteil etwas winzig Kleines, das dazu noch ganz spontan abläuft und in keiner Weise beeinflusst werden kann.
Dr. med. Rolf Klimm, Bach 2, 83093 Bad Endorf
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