ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2003Prognose bakterieller gastrointestinaler Infekte

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Prognose bakterieller gastrointestinaler Infekte

Dtsch Arztebl 2003; 100(25): A-1755 / B-1455 / C-1369

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LNSLNS Nahrungsmittelbedingte bakterielle Infektionen sind insbesondere in den Sommermonaten häufig und verlaufen meist harmlos, es sei denn, es kommt zu Interaktionen mit chronischen Grundkrankheiten.
Die Autoren untersuchten in diesem Zusammenhang Infektionen mit Salmonellen, Campylobacter jejuni, Yersinia enterocolitica und Shigellen bei 48 857 Patienten. Diese Daten wurden mit denen von 487 138 Kontrollpersonen verglichen. Analysiert wurde die 30-Tage-Letalität sowie die Prognose nach einem Jahr.
Die relative Mortalität innerhalb von 30 Tagen nach Krankheitsbeginn lag bei 3,63 bis 22,03 für die Infektionen mit den vier genannten Bakterien. Aber auch in dem Zeitintervall ein bis sechs Monate nach Beginn der Infektion war eine erhöhte Sterblichkeit nach einer Infektion mit Yersinia enterocolitica, im Zeitintervall sechs Monate bis ein Jahr nach einer Campylobacter- und Salmonellainfektion nachweisbar.
Nach einem Jahr waren 0,7 Prozent der Kontrollpersonen, aber 2,2 Prozent der Patienten mit gastrointestinalen Infekten an diversen Grundkrankheiten verstorben. w

Helms M, Vastrup P, Mølbak K et al.: Short and long term mortality associated with foodborne bacterial gastrointestinal infections: registry based study. BMJ 2003; 326: 357–360.

Dr. K. Mølbak, Department of Epidemiology Research, Science Centre, Statens Serum Institute, DK 2300 Kopenhagen, Dänemark, E-Mail: krm@ssi.dk
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