ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2003Hospize: Hilfe auch für zu Hause

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Hospize: Hilfe auch für zu Hause

Dtsch Arztebl 2003; 100(26): A-1800

Buch, Angelika

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LNSLNS Als regelmäßige Leserin Ihrer Zeitschrift möchte ich meine Kolleginnen und Kollegen auf diesem Wege bitten, bei den Patienten, die auf-grund der familiären Situation ihre letzte Lebensphase in häuslicher Umgebung verbringen können, doch an die vielfältigen Möglichkeiten der Unterstützung zu denken. Medizinische Betreuung und pflegerische Maßnahmen sind meist gewährleistet, gelegentlich könnte die einfache menschliche Begleitung des Schwerkranken und seiner Angehörigen verbessert werden.
Diese Lücke zu schließen haben sich die vielen Einrichtungen der ambulanten Hospize vorgenommen. Wir wollen sowohl den Schwerkranken als auch den Angehörigen Hilfen anbieten, diese schwierige und meist nicht gewohnte Situation zu erleichtern, vielleicht auch besser zu bewältigen. Wir sind ehrenamtliche Helfer und Helferinnen, die in einer einjährigen Schulung darauf vorbereitet werden, in angemessener Weise auf die möglichen Gesprächswünsche der Schwerkranken einzugehen oder vielleicht auch nur am Bett zu sitzen und den Angehörigen auf diesem Weg eine Entlastung zu bieten. So ist für die Angehörigen in dieser Zeit eine Ablenkung in ihrer schweren Tätigkeit möglich, die Entspannung und Auftanken bedeuten kann, wie zum Beispiel ein Treffen mit einer Freundin, ein Einkauf ohne Hetze und Ähnliches mehr, um hinterher wieder neu für den Schwerkranken da zu sein. Nicht zuletzt kann es für die Angehörigen sehr entlastend sein, mit einem Außenstehenden, der von diesem drohenden Verlust nicht betroffen ist, über die Situation, die Ängste, Wünsche, Wut und Trauer zu reden. Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter gibt es regelmäßige Treffen mit Fachkräften und fast überall das Angebot zur Supervision.
Mein Anliegen hier ist, dass Sie Ihre Patienten und Angehörigen auf diese Angebote der ambulanten Hospizarbeit hinweisen. Die stationären Hospize sind in der Zwischenzeit gut bekannt und werden gut angenommen, außerdem gibt es in Deutschland schon einige Kinderhospize, aber für die Situation zu Hause gibt es eben auch entsprechende Hilfen.
Angelika Buch, Bergstraße 14, 37136 Ebergötzen
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