ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2003Behandlungsfehler: Selbstverständlichkeiten

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Behandlungsfehler: Selbstverständlichkeiten

Dtsch Arztebl 2003; 100(26): A-1801 / B-1498 / C-1406

Krauskopf, Thomas

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LNSLNS Hat denn Ihr Verlag kein geeignetes Lektorat, um die wirklich erstaunlichsten Begriffsverwirrungen und Verirrungen zu verhindern? Der Begriff der Fehlerkultur ist doch wohl aus dem Wörterbuch des Beeindruckungsgefasels entlehnt und somit völlig entbehrlich. Unsere christlich-abendländische Kultur umfasst in ihren Sittenlehren und Rechtsauffassungen durchaus die Verantwortung für das eigene Tun und bejaht die Pflicht, eigene Fehler anzuerkennen und für deren Folgen einzustehen. Wenn wir nun angesichts unseres Fehlers dazu neigen, sofortige Verleugnung und Vertuschung zu üben, so ist hier nicht eine neue „Fehlerkultur“ zu fordern, sondern sich einiger wesentlicher Bestandteile unserer in Jahrtausenden gewachsenen Kultur zu erinnern und die Anwendung dieser eigentlichen Selbstverständlichkeiten immer wieder zu verlangen.
Thomas Krauskopf, Max-Pechstein-Straße 1, 31228 Peine
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