ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2003Pulmonale Manifestation der Mukoviszidose im Erwachsenenalter: Versorgungslücke
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LNSLNS Der Überblick über die medizinische Situation von an Mukoviszidose erkrankten Erwachsenen zeigt einmal mehr die derzeit existierende Lücke in der ärztlichen Versorgung auf.
Angesichts der Vielzahl der gesundheitlichen Probleme bedarf es sicher auch erfahrener Spezialisten und gut eingespielter Netzwerke, um hier adäquat helfen zu können und die Situation der Patienten im weiten Rahmen des Möglichen zu verbessern.
Nicht nachvollziehen kann ich die Empfehlung zur ausschließlichen Versorgung an Kliniken der Maximalversorgung.
Gerade junge chronisch schwer kranke Erwachsene sind auf eine kontinuierliche, vertrauensvolle Arzt-Patienten-Beziehung in höchstem Maße angewiesen, und wir alle wissen, dass die Kliniken dies – trotz guten Willens – nicht immer gewährleisten können. Und Forschungsmöglichkeiten, die gerade bei dieser Erkrankung noch groß sind, ergeben sich sicher auch in Kooperation mit einem außeruniversitären Zentrum.
Meiner Meinung nach sollten die Kassenärztlichen Vereinigungen und Versicherungsträger im Sinne dieser kleinen Patientengruppe mit niederlassungswilligen Experten gemeinsam überlegen, ob man hier nicht modellhaft eine für alle zufriedenstellende Situation schaffen kann. Kosten können nicht immer das entscheidende Kriterium sein.

Dr. med. Birgit Wulff

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