ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2003Appendektomie erhöht das Risiko für M. Crohn

Referiert

Appendektomie erhöht das Risiko für M. Crohn

Dtsch Arztebl 2003; 100(26): A-1818 / B-1513 / C-1421

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LNSLNS Die Ätiopathogenese der chronisch entzündlichen Darm­er­krank­ungen ist nach wie vor unklar; als Risikofaktoren werden eine Reihe genetischer und Umweltfaktoren diskutiert. Dazu gehört auch die Appendektomie als immunologischer Effekt. So senkt eine Appendektomie das Risiko, an einer Colitis ulcerosa zu erkranken. Das Umgekehrte ist offensichtlich bezüglich des Morbus Crohn der Fall.
Wie eine Untersuchung bei 212 218 Patienten mit Appendektomie vor dem fünfzigsten Lebensjahr ergab, steigt das Risiko, an Morbus Crohn zu erkranken um den Faktor 2,11 zwanzig Jahre nach Appendektomie wegen perforierter Appendizitis. Diese Aussage trifft allerdings nicht für Patienten zu, die vor dem zehnten Lebensjahr appendektomiert wurden. In dieser Patientengruppe sinkt das Risiko für Morbus Crohn um 52 Prozent. w

Andersson RE, Olaison G, Tysk C et al.: Appendectomy is followed by increased risk of Crohn’s disease. Gastroenterology 2003; 124: 40–48.

Dr. R. E. Andersson, Department of Surgery, County Hospital Ryhov, SE-55185 Jönköping, Schweden, E-Mail: roland.
andersson@ltjkpg.se
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