VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2003; 100(26): A-1826 / B-1518 / C-1426

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Heinz Losse Foto: privat
Heinz Losse Foto: privat
Prof. Dr. med. Heinz Losse, Facharzt für Innere Medizin, von März 1968 bis 31. Oktober 1987 (seiner Emeritierung) ordentlicher Professor für Innere Medizin und langjähriger Direktor der Medizinischen Poliklinik der Universität Münster, starb am 3. Juni im Alter von 82 Jahren.
Losse begann seine berufliche und wissenschaftliche Karriere 1948 als Medizinal- beziehungsweise Volontärassistent an der I. Medizinischen Universitätsklinik in Frankfurt/Main. Danach war er Assistent am Institut für Animalische Physiologie an der Universität Frankfurt und wechselte dann an die I. Medizinische Universitätsklinik in Frankfurt/Main. 1954 absolvierte er die Facharztweiterbildung als Internist. 1955 ist er nach seiner Habilitation zum Privatdozenten ernannt worden und 1956 zum Oberarzt an der Medizinischen Universitätsklinik in Münster. 1961 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt und im April 1965 auf den außerordentlichen Lehrstuhl an der Medizinischen Poliklinik der Universität Münster berufen. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeiten waren die Nierenerkrankungen, arterielle Hypertonie, Elektrolyt-, Wasser- und Säure-Basen-Haushalt. Er hat 15 Fachbücher verfasst und nahezu 300 Einzelpublikationen herausgebracht. Bei wissenschaftlichen Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen war Losse viel gefragter Referent.
In Würdigung seines Einsatzes und seines Wirkens in der ärztlichen Fortbildung verlieh ihm die Bundes­ärzte­kammer die Ernst-von-Bergmann-Plakette. Er war Träger der Franz-Volhard-Medaille des Deutschen Stifterverbandes für Nierenforschung in Würdigung seiner Leistungen auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckkrankheiten.
1980 erhielt Losse den Wissenschaftspreis der Deutschen Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdrucks. 1984 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse und 1996 das Große Bundesverdienstkreuz verliehen. Er war Träger der Goldenen Ehrennadel der Ärztekammer Westfalen-Lippe/Münster (1984).
Während des 89. Deutschen Ärztetages in Stuttgart im Mai 1995 erhielt Losse die Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft. EB
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