ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2003Pflegeversicherung: Luxus selbst bezahlen

Versicherungen

Pflegeversicherung: Luxus selbst bezahlen

Dtsch Arztebl 2003; 100(26): [55]

Flintrop, Jens

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LNSLNS Die gesetzliche Pflegeversicherung muss nicht für allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens aufkommen. Dazu gehören beispielsweise Einmalwaschlappen und feuchtes Toilettenpapier. Das Bundessozialgericht begründete ein Urteil damit, dass diese Gegenstände weder medizinisch notwendig seien noch zu den Pflegehilfsmitteln nach dem Sozialgesetzbuch zählen (Az.: B 3 P 15/01 R).
Die Kosten für Perücken muss die Krankenkasse nur begrenzt übernehmen. In einem konkreten Fall bestellte sich eine an Kahlköpfigkeit leidende Patientin eine handgeknüpfte Perücke aus europäischem Blondhaar. Ihre Krankenkasse lehnte jedoch die Erstattung der Kosten ab, weil eine serienmäßig hergestellte Perücke aus vorwiegend asiatischem Haar preiswerter gewesen wäre. Auch die Richter waren der Ansicht, dass die teure Variante über das Maß der Notwendigkeit hinausgehe und eine Kasse nicht die Kosten für solch eine Luxus-Versorgung übernehmen müsse. (BSG, Az.: B 3 KR 66/01 R) JF
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