ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2003Misereor: Weniger Spenden

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Misereor: Weniger Spenden

Dtsch Arztebl 2003; 100(27): A-1832 / B-1524 / C-1432

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Hilfswerk fordert, Druck auf Kongo zu erhöhen.
Trotz leichter Spendenrückgänge hat das Bischöfliche Hilfswerk Misereor ein positives Fazit aus der Entwicklungszusammenarbeit 2002 gezogen. Die Gesamteinnahmen des Vereins – bestehend aus Spendengeldern, kirchlichen Haushaltsmitteln und staatlichen Mitteln der Katholischen Zentralstelle beliefen sich 2002 auf 146,3 Millionen Euro (Vorjahr: 151,7 Millionen Euro).
„Die Situation in vielen Regionen der Welt, beispielsweise im Kongo, ist durch politisches Versagen der Mächtigen gekennzeichnet“, sagte Prof. Dr. Josef Sayer, Hauptgeschäftsführer von Misereor in Berlin. Es gelänge derzeit nicht, mit afrikanischer Diplomatie diesen Kampf um Rohstoffe – darum geht es seiner Ansicht nach in den Bürgerkriegen – zu lösen.
Die Regierungen in Ruanda, Uganda und Kinshasa spielten eine kriegstreiberische Rolle. Sayer fordert neben einem Mandat für die Vereinten Nationen, den europäischen Druck auf Ruanda, Uganda und den Kongo zu erhöhen.
Aktuell hilft Misereor unter anderem bei der Ausbildung von 1 500 Helfern für HIV-Infizierte in Sambia und Namibia. Langfristig solle dort in Zusammenarbeit mit einem Pharmaunternehmen die medikamentöse Versorgung der Aidskranken gewährleistet werden.
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