ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2003Pflegeversicherung: Einstufungen kaum verändert

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Pflegeversicherung: Einstufungen kaum verändert

Dtsch Arztebl 2003; 100(27): A-1834

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Häusliche Krankenpflege: Gutachtenaufträge liegen auf konstant hohem Niveau. Foto: Cynthia Ruehmekorf/JOKER
Häusliche Krankenpflege: Gutachtenaufträge liegen auf konstant hohem Niveau. Foto: Cynthia Ruehmekorf/JOKER
Ergebnisse der Statistik des Medizinischen Dienstes
Bei den Begutachtungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen im Auftrag der Pflegeversicherung hat sich im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr kaum etwas geändert. Erstanträge bilden mit mehr als 50 Prozent immer noch das Gros der Gutachten. Wiederholungsgutachten nahmen anteilig geringfügig zu. Der Anteil von Widersprüchen ist mit 5,8 Prozent konstant geblieben.
In 32,2 Prozent der Fälle bei Anträgen auf ambulante Leistungen empfahl der Medizinische Dienst (MDK) „nicht pflegebedürftig“ (also Ablehnung). In 47 Prozent der Anträge wurde Pflegestufe I, in 16,9 Prozent Pflegestufe II und in 3,9 Prozent der Fälle Pflegestufe III empfohlen. Im Vergleich zu 2001 nahm die Empfehlung zur Pflegestufe I um 1,6 Prozentpunkte zu, wohingegen die Anteile der Empfehlungen für Pflegestufe II und III abnahmen. Dies geht aus einer Jahresübersicht des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Kran­ken­ver­siche­rung hervor.
Beim MDK gingen 1,41 Millionen Gutachtenaufträge ein. Die Zahl liegt damit seit 1998 auf konstant hohem Niveau. Der MDK hatte im IV. Quartal 2002 bei 70 000 Erstbegutachtungen geprüft, ob es sich um eine Person mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz handelt. In 32,7 Prozent der Fälle stellten die Gutachter fest, dass der Versicherte über einen erheblichen Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf verfügt. In 27,6 Prozent der Fälle wurde eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt.
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