ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2003Berufsunfähigkeit: Aufklärungsbedarf

Versicherungen

Berufsunfähigkeit: Aufklärungsbedarf

Dtsch Arztebl 2003; 100(27): [75]

Combach, Rolf

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die durchschnittliche staatliche Rente bei Erwerbsunfähigkeit liegt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes für einen Mann bei rund 600 Euro. Vor allem jungen Menschen ist dabei oft nicht bewusst, dass der Sozialstaat nicht automatisch einspringt. Die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von FinanceScout24 zeigen, dass es zum Thema Berufsunfähigkeit großen Aufklärungsbedarf gibt.
Mehr als die Hälfte der Deutschen unter 35 Jahren sind der Meinung, dass im Falle der Berufsunfähigkeit der Staat für sie sorgen sollte. Insgesamt meinen dies etwa 40 Prozent. Gleichzeitig sagen 83 Prozent aller Befragten, dass es beim Thema Berufsunfähigkeit wichtig sei, in jungen Jahren aktiv zu werden. Trotz dieses Bewusstseins haben mehr als ein Viertel der Deutschen (26 Prozent) zwar schon über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachgedacht, allerdings noch keine Police abgeschlossen.
Bei der Umfrage zeichnen sich deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen ab. Während bei den älteren Bundesbürgern über 55 Jahren ein Bewusstsein für die Notwendigkeit einer solchen Versicherung zu erkennen ist, stehen die Jüngeren der Thematik abwartend gegenüber. Ein Fünftel aller Befragten gibt an, es sei wichtiger, in jungen Jahren Geld zu haben, als sich gegen Berufsunfähigkeit abzusichern. Bei den unter 35-Jährigen liegt dieser Anteil sogar bei 29 Prozent, innerhalb der mittleren Gruppe der 35- bis 54-Jährigen bei 15 Prozent und bei den älteren nur noch bei zehn Prozent. Darüber hinaus geben 19 Prozent der Jüngeren an, das Thema Berufsunfähigkeit sei zu kompliziert, sie würden sich später darum kümmern. Bei allen Befragten liegt der Anteil bei neun Prozent
Im Falle einer Berufsunfähigkeit werden, bevor es Geld vom Staat gibt, erst die Voraussetzungen zur Zahlung einer Erwerbsminderungsrente geprüft. Dazu muss ein Angestellter zuvor fünf Jahre in die staatliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Die Rente wird dann in Relation zum letzten Einkommen berechnet. Maximal gibt es dabei 42 Prozent des letzten Nettolohns, oft auch gar nichts. Gerade bei jüngeren Personen, die nach dem 2. Januar 1962 geboren wurden, bleibt in der Regel nicht viel übrig, weil diese vom Staat nicht mehr voll abgesichert sind. Zudem behält sich das Sozialamt vor Zuteilung der Rente vor, dem Antragsteller einen anderen Beruf zuzuteilen.
Betrachtet man die aktuelle Diskussion um die Sozialkürzungen der Bundesregierung, zeichnet sich schon jetzt ab, dass die Leistungen des Staates in den kommenden Jahren eher sinken als steigen werden.
„Viele verkennen, dass der rechtzeitige Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht nur absichert, sondern auch Geld spart. Mit nur drei Klicks kann man sich informieren und ein maßgeschneidertes Angebot finden“, betont ein Finanzexperte von FinanceScout24. Vor allem das Eintrittsalter und der Gesundheitscheck hätten Einfluss auf die monatliche Versicherungsprämie. Je älter die versicherte Person sei, desto teuer werde die Prämie. Außerdem hätten junge Menschen in der Regel weniger Erkrankungen und damit auch geringere Risikozuschläge zu befürchten als ältere. Ein unverbindlicher und anonymer Vergleich der besten Tarife ist unter www.financescout24.de abrufbar. Rolf Combach
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema