ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2003Psychotherapie: Nachvergütung auch in Berlin

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Psychotherapie: Nachvergütung auch in Berlin

PP 2, Ausgabe Juli 2003, Seite 292

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LNSLNS Sozialgericht gab Psychotherapeuten Recht.
Die Honorare der niedergelassenen Psychotherapeuten in Berlin müssen sich an dem Ertragsniveau der dort tätigen Allgemeinmediziner orientieren. Mit dieser Begründung hob die 71. Kammer des Sozialgerichts Berlin mehrere Honorarbescheide der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin aus den Jahren 1995 und 1996 auf, und verpflichtete die KV, die Honorare neu zu berechnen.
In vier Verfahren (Aktenzeichen: S 71 KA 446/00, S 71 KA 412/00, S 71 KA 413/00 und S 71 KA 351/01) hatten Berliner Psychotherapeuten gegen Honorarbescheide aus den Jahren 1995 und 1996 geklagt. Sie argumentierten, dass ihre psychotherapeutischen Leistungen im Vergleich zu sonstigen ärztlichen Honoraren zu niedrig vergütet worden waren. Gestützt auf die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts sind die Sozialrichter dieser Argumentation gefolgt. Auf welchen Punktwert die KV Berlin nachvergüten muss, ist noch zu errechnen. Kai Garbers, der die KV Berlin vor Gericht vertreten hat, rechnet mit einer Nachvergütung auf 6 bis 9,5 Pfennig. Die KV habe für den Fall Rückstellungen gebildet. Ob auch die Psychotherapeuten, die keinen Widerspruch gegen ihre Honorarbescheide eingelegt haben, eine Nachzahlung erhalten, müsse der Vorstand entscheiden.
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