ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2003Arzneimittelimporteure: Höhere Quote gefordert

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Arzneimittelimporteure: Höhere Quote gefordert

Dtsch Arztebl 2003; 100(28-29): A-1902

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LNSLNS Verband will besser über Parallelimport aufklären.
Die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) könnte etwa 440 Millionen Euro bei den Arzneimittelausgaben sparen, wenn sie das Potenzial der Re- und Parallelimporte konsequent nutzen würde, sagte Edwin Kohl, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD) kürzlich in Berlin. Solche Einsparungen seien aber nur realisierbar, wenn der Staat die Rolle der Importarzneimittel in der GKV stärke und stärkere Anreize für die Apotheker schaffe, Importarzneimittel abzugeben.
Seit diesem Jahr müssen Apotheker bei ihrem GKV-Umsatz eine Importquote von 7,5 Prozent erreichen. Kohl plädierte dafür, diese auf zehn Prozent anzuheben. Obwohl die GKV 2002 nach VAD-Angaben 200 Millionen Euro durch Importarzneimittel sparen konnte, seien Parallelimporte in Deutschland nicht etabliert, urteilte Kohl. Er verwies auf die Erfahrungen in anderen EU-Staaten. In Großbritannien hätten Importarzneimittel einen Marktanteil von 20 Prozent, in den Niederlanden liege er bei 13 und in Dänemark bei zehn Prozent.
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