ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2003Gesundheitsreform: Hausarzt als Lotse stärken

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Gesundheitsreform: Hausarzt als Lotse stärken

Dtsch Arztebl 2003; 100(28-29): A-1902

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Der Hausarzt soll künftig die Behandlung seiner Patienten koordinieren. Foto:AOK-Mediendienst
Der Hausarzt soll künftig die Behandlung seiner Patienten koordinieren. Foto:AOK-Mediendienst
Verbände der Kardiologen und Hausärzte stellen gemeinsame Position vor.
Wir plädieren für die freie Arztwahl, wollen Fehl-überweisungen gemeinsam abwehren und medizinischen Laien nicht die Auswahl am Versorgungsangebot überlassen“, sagte Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kossow, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, in Berlin. Der Hausärzteverband und der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) haben in einer gemeinsamen Erklärung ihre Positionen vorgestellt.
Die Verbände treten für gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen Krankenhäusern und Kassenarztpraxen ein. Das setze aber ein einheitliches Preis- und Finanzierungssystem voraus. „Ist diese Bedingung erfüllt, ist eine zweistufige Struktur mit einer hausärztlichen und einer fachärztlichen Versorgungsebene möglich“, betonte Kossow. „Der Hausarzt als Lotse ist wichtig – wir arbeiten schon seit Jahren mit den Hausärzten zusammen“, sagte Dr. med. Simone Heinemann, Zweite Vorsitzende des BNK. Enge Kooperation bedeute gegenseitige und zeitnahe Berichtspflicht für den Hausarzt, den Facharzt und das Krankenhaus.
Die Verbände fordern darüber hinaus eine verbindliche Qualitätssicherung für Haus- und Fachärzte. Außerdem wollen sie zur Unterstützung einer wirtschaftlichen und qualitätsgesicherten Pharmakotherapie für ihre Mitglieder Empfehlungen erstellen.
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