ArchivDeutsches Ärzteblatt45/1996Antiquariatsmesse Köln: Erhabenes und „Cüriöses“

SPEKTRUM: Bücher

Antiquariatsmesse Köln: Erhabenes und „Cüriöses“

Steiner-Rinneberg, Britta

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LNSLNS Mit gutem Erfolg ging die Kölner Antiquariatsmesse zu Ende. Vor elf Jahren ins Leben gerufen, hat sie längst ihr eigenes Gesicht und Gewicht bekommen: eine Verkaufsausstellung der Antiquare, Autographen- und Graphikhändler. Unter den diesmal 66 renommierten Ausstellern fielen neben Franzosen, Engländern, Schweizern, Belgiern und Dänen allein elf niederländische Stände auf, was wohl durch die besonders günstige geographische Lage zu erklären ist.
Das Hauptsammlerinteresse galt wiederum deutschen Erstausgaben, Kinderbüchern, der Raumfahrt, naturwissenschaftlichen und medizinischen Werken; bei Anlegern fand vor allem Ungewöhnliches, Hochkarätiges guten Absatz. Auf stärksten Zuspruch stieß die preislich bewußt niedrig gehaltene KatalogOfferte. Spitzenobjekte waren unter anderem die lateinische Aristoteles-Gesamtausgabe von 1496 (78 000 DM), die 1755 anonym erschienene Kant-Schrift "Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels" (42 000 DM), die "Deutschungen des Nicolas von Wyle" von 1536 (22 500 DM), die beiden wichtigsten Holzschnittbücher Hans Holbeins d. J. und Goethes getrüffelter "Römischer Carneval" für 32 000 DM. Sehenswert Chagalls berühmte "Dessins pour La Bible" von 1960, mit 24 Original-Lithos. Von speziellem Sammlerinteresse ist Hans Koeppens 1908 verfaßtes Werk "Im Automobil um die Welt".
Britta Steiner-Rinneberg,
Wiesbaden
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