ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2003Ambulantes Operieren: Einigung gelungen

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Ambulantes Operieren: Einigung gelungen

Dtsch Arztebl 2003; 100(30): A-1972 / B-1636 / C-1544

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LNSLNS Ab 2005 Vergütung nach Fallpauschalen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV),
die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Spitzenverbände der Krankenkassen haben sich auf einen neuen Vertrag zum ambulanten Operieren verständigt. Damit soll ab dem 1. Januar 2004 in Praxen und Krankenhäusern zu gleichen Preisen operiert werden. Die Vergütung richtet sich zunächst nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab der Vertragsärzte. Der Katalog beinhaltet 307 Leistungen, die risikolos ambulant erbracht werden können. Novum des Übereinkommens ist die Einführung von Fallpauschalen ab dem 1. Januar 2005. „Damit sorgen wir für Transparenz. Leistungen und Preise werden vergleichbar“, sagte der Erste Vorsitzende der KBV, Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, bei der Vorstellung des Vertrages in Berlin. Die Lösung zeuge von der Handlungsfähigkeit der gemeinsamen Selbstverwaltung. „Wir haben damit gemeinsam der Politik beweisen können, dass diese Organisationsform nicht nur handlungsfähig ist, sondern die gewünschten Ziele bestmöglich erreichen kann“, sagte der KBV-Chef.
„Alle Maßnahmen sind qualitätsgesichert, ineffiziente Dokumentationen werden durch kompaktere Fragebögen ersetzt.“ Darauf verwies Jörg Robbers, Hauptgeschäftsführer der DKG. Künftig muss jeder Leistungsanbieter genau definierte Kriterien erfüllen, um zugelassen zu werden. Dr. Werner Gerdelmann, Vorstandsmitglied der Ersatzkassenverbände VdAK/AEV, wies darauf hin, dass der in der „Vergangenheit durchaus üblichen Praxis, aus einem ambulanten Fall im Krankenhaus einen stationären zu machen“, nun ein Riegel vorgeschoben werde. Falls das Krankenhaus Leistungen stationär erbringen wolle, müsse es die Notwendigkeit erst nachweisen, erläuterte Gerdelmann das neue Prinzip der „Beweislastumkehr“.
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