ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2003Marburger Bund: Schrittweise mehr Ärzte einstellen

AKTUELL

Marburger Bund: Schrittweise mehr Ärzte einstellen

Dtsch Arztebl 2003; 100(30): A-1973 / B-1637 / C-1545

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die Kosten des EuGH-Urteils zum Bereitschaftsdienst sollen auf drei Jahre verteilt werden.

Der Marburger Bund hat der Bundesregierung einen Stufenplan zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern vorgelegt. Kernpunkt des Vorschlags ist die jährliche Einstellung von 5 000 Krankenhausärzten und deren Finanzierung in Höhe von 300 bis 400 Millionen Euro. Dabei sollen nur solche Krankenhäuser vom zusätzlichen Geld profitieren können, die Ärzte auf der Grundlage moderner Dienstmodelle und eines angepassten Arbeitszeitgesetzes, das den ärztlichen Bereitschaftsdienst im Sinne des EuGH-Urteils vom Oktober 2000 als Arbeitszeit einstuft, einstellen.
Dem Marburger Bund sei bewusst, dass die defizitäre Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung die Folgen einer Arbeitszeitgesetzänderung, die einen Personalmehrbedarf von 15 000 Klinikärzten und eine Budgeterhöhung um rund eine Milliarde Euro verursache, kaum bewerkstelligen könne, heißt es in dem Schreiben von Dr. Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzendem des Marburger Bundes, an Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt. Erschwerend komme hinzu, dass für die notwendige Besetzung der zusätzlichen Stellen in den Krankenhäusern zurzeit nicht ausreichend Bewerber zur Verfügung stehen. Deshalb biete der Marburger Bund einen über drei Jahre laufenden Stufenplan an, der die finanziellen und personellen Auswirkungen der Arbeitszeitgesetzänderung „beitrags- und lohnnebenverträglich“ auffange.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema