ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2003Reformdebatte: Aus für ambulante Fachärzte?

AKTUELL

Reformdebatte: Aus für ambulante Fachärzte?

Dtsch Arztebl 2003; 100(30): A-1976

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Skeptisch: Fritz Beske Foto: phalanx
Skeptisch: Fritz Beske
Foto: phalanx
Fritz-Beske-Institut und KBV warnen vor den Folgen des GMG-Entwurfs.

Das Aus für die wohnortnahe fachärztliche Versorgung befürchtet Prof. Dr. med. Fritz Beske, Leiter des Instituts für Gesundheits-System-Forschung in Kiel, wenn der Entwurf des Gesundheitssystemmodernisierungsgesetzes (GMG) umgesetzt wird. Danach sollen neue Fachärzte nur noch mit Einzelverträgen der Krankenkassen in der ambulanten Versorgung tätig werden können. Die Verträge werden ausgeschrieben und für fünf Jahre abgeschlossen. Dies führt Beske zufolge zu Planungsunsicherheiten bei den Fachärzten. Problematisch sei künftig auch der Verkauf einer Facharztpraxis, der für viele Ärzte Teil ihrer Alterssicherung ist.
Vor gravierenden Folgen für die Fachärzte in den neuen Bundesländern warnte Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Das GMG führe zu „einer kalten Enteignung der Praxen“. Der Einigungsvertrag habe den Ärzten eine Zukunft in der ambulanten Versorgung zugesichert, für die die Kollegen zwei Milliarden Euro investiert hätten.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema