ArchivDeutsches Ärzteblatt30/20033-D-Umgebung für interlokales Teamwork

VARIA: Computer

3-D-Umgebung für interlokales Teamwork

Dtsch Arztebl 2003; 100(30): A-2025 / B-1684 / C-1588

EB

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LNSLNS Das französische Telekommunikationsunternehmen France Télécom und das auf die Behandlung von Krebs im Verdauungssystem spezialisierte Forschungsinstitut IRCAD (Institut de Recherche contre les Cancers de l’Appareil Digestif, Straßburg) haben „Argonaute 3D“ vorgestellt, eine virtuelle Plattform für medizinische Behandlungen. Mit dem System können sich Ärzte und andere Fachleute weltweit virtuell über breitbandige Internet-Verbindungen via DSL und eine Hochleistungsdatenübertragung treffen, um gemeinsam und ohne Zeitverzug die beste Vorgehensweise bei einer Operation zu besprechen. Eingesetzt wird dabei eine Software zur dreidimensionalen Darstellung des Patienten anhand von Scanner- oder IRM-Bildern (Magnetresonanzmethode) sowie die interaktive Software „3D VSP“ zur Vorbereitung des chirurgischen Dokuments. Zusätzlich unterstützt „Spin-3D“ – eine Lösung der France Télécom – das kooperative dreidimensionale Arbeiten.
Die rechnergestützte Bearbeitung medizinischer Bilder bildet den Schwerpunkt der seit 1995 am IRCAD durchgeführten Arbeiten. Das Ergebnis sind dreidimensionale Ansichten anatomischer und pathologischer Strukturen. Eine sehr gute Kenntnis der Anatomie eines Kranken ist notwendig, um ein chirurgisches Dossier vorzubereiten und zu erstellen. Mit der neuen Technik ist es möglich, anhand
von 2-D-Aufnahmen, die vom IRM oder Scanner stammen, ein Dossier zu erstellen, das präzise die Lage und die Form der Organe im Körper eines Patienten wiedergibt. Mit der Software „3D VSP“ hat der Chirurg während der Operation auf einem einfachen tragbaren Rechner die dreidimensional rekonstruierte Anatomie des Patienten vor sich.
„Spin-3D“ erstellt die virtuelle Umgebung, in der die Beteiligten an einer Operation miteinander kommunizieren und gemeinsam handeln. Sie können die medizinischen Bilder studieren, Krankheitsherde aufspüren, an der Wahl der Therapiemaßnahmen und der Operationsstrategie mitwirken und die weitere Entwicklung mitverfolgen.
Das Projekt MEDICA betrifft die Entwicklung eines Analyselabors zur Entwicklung medizinischer 3-D-Bilder. Das Projekt durchläuft zurzeit an zwei schweizerischen und vier französischen Krankenhäusern sowie einem Krankenhaus in den USA die Zertifizierungsphase und soll 2004 einsatzbereit sein. EB

Informationen: Französisches Informations-Zentrum für Industrie und Technik, Walter-Kolb-Straße 9/11, 60594 Frankfurt am Main, Telefon: 0 69/60 50 19-0, E-Mail: fizit@fizit.de
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