ArchivDeutsches Ärzteblatt45/1996Hepatitis-C-Infizierte fordern Entschädigung von Bundesregierung

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Hepatitis-C-Infizierte fordern Entschädigung von Bundesregierung

Korzilius, Heike

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LNSLNS BONN. Der Bundesverband HCV-geschädigter Frauen nach Immunprophylaxe Anti-D und der Deutsche Verein HCV-Geschädigter, Interessenvertreter von Frauen, die sich Ende der 70er Jahre in der DDR durch verseuchte Blutprodukte mit Hepatitis C infizierten, haben die Bundesregierung erneut aufgefordert, endlich die gesetzlichen Grundlagen für eine angemessene Entschädigung zu schaffen.
Die geforderten Leistungen sollten in erster Linie den sozialen Abstieg der Geschädigten verhindern und eine angemessene Ausbildung ihrer Kinder gewährleisten. Die gesundheitlichen Folgen der HCV-Infektion hätten dazu geführt, daß viele Frauen, wenn überhaupt, nur noch eingeschränkt erwerbstätig sein könnten, was große finanzielle Verluste für die Opfer und deren Familien bedeute.
Bislang wird die Infizierung als Impfschaden nach dem Bundesseuchengesetz eingestuft, was für die Frauen erhebliche Nachteile bei der Höhe der Entschädigung mit sich gebracht hat. Nach einem Rechtsgutachten, das die SPD-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben hatte, besteht jedoch eine verfassungsrechtliche Handlungspflicht des Gesetzgebers zu einer Entschädigungsregelung (siehe DÄ Heft 33/1996). HK
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