ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2003Hauptstadtkongress: Private Versicherungspflicht für alle

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Hauptstadtkongress: Private Versicherungspflicht für alle

Dtsch Arztebl 2003; 100(31-32): A-2069 / B-1723 / C-1627

Lindner, Steffen

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LNSLNS Nach Prof. Rürup setzt ein Kopfpauschalenmodell in der GKV auf Wachstum und Beschäftigung; bei einer Bürgerversicherung stünden dagegen Verteilungsziele im Vordergrund.Warum Herr Rürup trotz dieser richtigen Erkenntnis meint, dass beide Konzepte dem bisherigen System überlegen sein sollen, bleibt sein Geheimnis. Die von Herrn Seehofer u. a. so heftig propagierte Bürgerversicherung führt zu noch mehr Umverteilung, damit weiter sinkendem Wachstum der Wirtschaft und steigender Arbeitslosigkeit. Die angebliche Resonanz aus der Bevölkerung scheint eher Ausdruck weit verbreiteter Neidkomplexe zu sein. Dabei sollten die Anhänger der „Verteilungsgerechtigkeit“ nun endlich aus dem Ende der DDR gelernt haben: Diese ist seinerzeit nicht durch eine „Revolution“ – ein Politikermärchen – zusammengebrochen, sondern weil sie wegen jahrzehntelanger sozialistischer Verteilungswirtschaft schlicht pleite war.
Wenn also Regierung und CDU-Opposition wirklich mehr Wachstum und Beschäftigung in Deutschland wollen, so ist dies im Rahmen der Kran­ken­ver­siche­rung nur durch eine private Versicherungspflicht für alle in einem Kostenerstattungssystem möglich.
Dr. med. Steffen Lindner, Hauptstraße 102–104, 50126 Bergheim
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