ArchivDeutsches Ärzteblatt45/1996Gen-Soja gesundheitlich „unbedenklich“

POLITIK: Medizinreport

Gen-Soja gesundheitlich „unbedenklich“

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Das Robert Koch-Institut sowie die entsprechenden Behörden der übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) bewerten gentechnisch veränderte Sojabohnen hinsichtlich der Risiken "für Gesundheit und Umwelt als unbedenklich". Mit der diesjährigen US-Ernte soll erstmals ein Lebensmittel und Lebensmittelrohstoff in Europa auf den Markt kommen, dem ein gentechnisch veränderter Organismus zugrunde liegt.
Der vorgenommene gentechnische Eingriff bewirkt, daß die Sojapflanzen resistent gegen das Unkrautbekämpfungsmittel "Roundup" mit dem Wirkstoff Glyphosat sind. Glyphosat hemmt in Pflanzen das Enzym EPSPS, das am lebenswichtigen Aufbau von bestimmten aromatischen Aminosäuren beteiligt ist. Die Hemmung des Enzyms läßt empfindliche Pflanzen zugrunde gehen.
Einige Mikroorganismen besitzen eine Variante des Enzyms, die durch Glyphosat nicht wesentlich gehemmt wird. Das Gen für dieses EPSPS-Enzym wurde in die Sojapflanzen übertragen, so daß diese gegen Glyphosat resistent sind. Statt das Herbizid – wie bisher üblich – vorbeugend auszubringen, kann es so je nach Unkrautbefall auch in bereits wachsenden Sojakulturen eingesetzt werden. EB

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote